Es ist der große WM-Aufreger. Die FIFA hat nach Intervention von US-Präsident Donald Trump die Sperre von Stürmer Folarin Balogun aufgehoben. Auch der Protest des belgischen Verbandes wurde zurückgewiesen.
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Während sich Trump öffentlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino bedankte, tobte die Fußball-Welt. Auch wenn es in den FIFA-Statuten genau für einen solchen Fall ein Schlupfloch gibt, ist der US-Knipser der erste Spieler, dessen Sperre komplett aufgehoben wurde.
Und das ausgerechnet vor dem WM-Achtelfinale des Gastgebers gegen Belgien in der Nacht von Montag auf Dienstag (ab 2 Uhr im oe24-LIVE-TICKER). Infantino selbst verwies in einer Aussendung auf die völlig "unabhängige" FIFA-Disziplinarkommission.
Unruhe bei der FIFA
Doch hinter den Kulissen dürfte es gewaltig brodeln. Mittlerweile macht bereits eine Petition die Runde, wo der Rücktritt des mächtigsten Mannes im Weltfußball gefordert wird. Doch auch im Verband soll der Schweizer mittlerweile endgültig in Ungnade gefallen sein.
Er übernahm 2016 von Sepp Blatter und kündigte groß an, dass er bei der FIFA aufräumen wolle. Nun lässt er mit seinem Vorgehen und Aktionen seinen Vorgänger fast schon wie ein Unschuldslamm aussehen. Das Eingreifen in der "Causa Balogun" dürfte ihn selbst zu Fall bringen.
Aufstand der Mitglieder
Denn mehreren Berichten zufolge sollen mehrere Mitglieder des FIFA-Rats (bis 2016 Exekutivkomitee) sich schon für einen Rücktritt des Präsidenten aussprechen und wären auch bereit, rechtliche Schritte einzuleiten.
Ob der Aufstand Erfolg hat oder die Rückendeckung vieler Verbände, die von den Plänen des Schweizers profitieren, zu stark ist, wird man allerdings erst sehen. Derzeit jettet Infantino weiter durch die USA und sammelt bei der XXL-WM weiter Flugmeilen bis zum 19. Juli beim Finale in New York, wo auch Donald Trump vor Ort sein wird.
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