Zahlen
Kirchen-Statistik: Weniger Austritte, mehr Einnahmen
Maßgebliche Faktoren für den Rückgang der Katholikenzahl seien laut Kathpress nicht nur das Verhältnis von Austritten zu Kircheneintritten, sondern vor allem auch von Taufen zu Sterbefällen und von Zuzügen zu Wegzügen. 2025 wurden demnach 5.449 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist eine Steigerung gegenüber 2024, als sich die Zahl auf 5.154 Personen belief. Von 255 auf 359 gestiegen ist 2025 auch die Zahl der Erwachsenentaufen. 447 Personen machten zudem 2025 von ihrem Recht auf Widerruf Gebrauch. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen und innerhalb einer Dreimonatsfrist aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen.
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Weniger Taufen, Trauungen und Erstkommunionen
Rückgänge gibt es bei Taufen (35.259, 2024: 36.705), Trauungen (6.678, 2024: 7.537), Erstkommunionen (42.322, 2024: 45.685) und Firmungen (38.955, 2024: 39.677). Die Zahl der Begräbnisse betrug 2025 47.995, etwas mehr als im Jahr zuvor (2024: 47.353), aber deutlich weniger als in den Jahren 2023 (50.900) und 2022 (54.525). Das dürfte laut "Kathpress" auch mit dem allgemeinen Rückgang der Sterbefälle in Österreich zusammenhängen. Im Jahr 2025 starben in Österreich laut Statistik Austria 87.902 Personen, 2024 waren es rund 88.500.
Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug 2025 laut der amtlichen Statistik 3.171. Damit ist die Zahl wieder leicht gesunken (2024: 3.269). Die aktuelle Gesamtzahl für 2025 setzt sich aus 1.566 Diözesanpriestern, 447 ausländischen Priestern und 1.158 Ordenspriestern zusammen. Die Zahl der Diözesanpriester und Ordenspriester sinkt über die Jahre leicht. Die Zahl der ausländischen Priester ist hingegen relativ stabil. Ebenfalls stabil geblieben ist die Zahl der Gottesdienstbesuche. An den beiden Zählsonntagen wurden 359.561 bzw. 378.278 Gottesdienstteilnehmer gezählt. 2024 waren es 366.210 bzw. 378.797.
Einnahmen aus Kirchenbeitrag gestiegen
Die Bischofskonferenz hat am Mittwoch zudem auch die Finanzkennzahlen der Katholischen Kirche für das Jahr 2024 veröffentlicht. Die Katholiken können demnach für 2025 einen Anstieg beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. 2025 waren es 552,2 Millionen Euro und damit über 71 Prozent der Gesamteinnahmen, 2024 lagen die Kirchenbeiträge bei 539,4 Millionen Euro. Neu ist seit 2025, dass der Kirchenbeitrag in allen Diözesen teilweise für bestimmte Bereiche oder Projekte zweckgewidmet werden kann.
Der Großteil der Budgets sichert die kirchliche Basisstruktur und die Seelsorge. So wurden laut Rechenschaftsbericht 2025 für die Pfarren und die pastoralen Aufgaben insgesamt 492,6 Millionen Euro aufgewendet, was einem Anteil von 62,4 Prozent an den Gesamtausgaben entspricht. Insgesamt verzeichnen die zehn Diözesen 2025 Gesamteinnahmen in der Höhe von rund 775,3 Millionen Euro (2024: 763,8 Millionen). Dem stehen Aufwendungen von rund 789,7 Millionen Euro (2024: 784,3 Millionen) gegenüber. Aufgrund eines positiven Finanzergebnisses in der Höhe von 31 Millionen Euro weist die Gebarungsübersicht der Diözesen insgesamt ein leicht positives "Ergebnis der kirchlichen Tätigkeit" in der Höhe von knapp 16,6 Millionen Euro aus.