Lebt er noch?
Kletterer seit Tagen am Matterhorn vermisst
Der Mann wollte laut dem finnischen Newsportal MTV Uutiset den Gipfel im Alleingang bezwingen. Zu diesem Zeitpunkt tobte ein schweres Gewitter in der Grenzregion zwischen der Schweiz und Italien. Als seine Ehefrau nichts mehr von ihm hörte, schlug sie sofort Alarm.
Drama beim gefährlichen Abstieg
Augenzeugen berichten, der Finne habe den Gipfel noch erreicht. Das Drama spielte sich offenbar auf dem Weg hinab über die Westwand auf der Schweizer Seite ab. Derzeit vermutet man, dass er während eines Unwetters, das an dem Abend über die Region zog, in die Tiefe stürzte. Schweizer Retter machten bereits eine traurige Entdeckung: Sie fanden eine Jacke und weitere Ausrüstungsgegenstände am Berg. Diese gehören laut den Behörden dem Vermissten.
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Botschaften sind nun eingeschaltet
Die finnischen Vertretungen in Bern und Rom sind involviert und stehen mit den lokalen Behörden in Kontakt. "Der Fall wird von beiden Seiten bearbeitet", heisst es in einer kurzen Stellungnahme. Ob das Wetter beim mutmasslichen Unfall die entscheidende Rolle spielte, ist noch unklar. Die Suche nach dem Mann geht unterdessen weiter.
Hitze macht Aufstieg riskant
"Ohne Steigeisen und im T-Shirt könntest du jetzt auf das Matterhorn", erklärte der Zermatter Bergführer und Rettungschef Anjan Truffer (52) Mitte Juli gegenüber Blick. Doch das bedeutet nicht, dass der Aufstieg einfacher ist – die extreme Hitze macht den berühmten Gipfel gefährlich. "Wer den Berg nicht kennt, hat nichts am Matterhorn verloren – es ist zu gefährlich!" Das lokale Bergführer-Büro "Zermatters" empfiehlt sogar, derzeit ganz auf Bergtouren zu verzichten.