Gewalt eskaliert

Krawalle und Straßenschlachten in Bilbao

© IMAGO/Europa Press
Hunderte teils maskierte Randalierer lieferten sich erbitterte Kämpfe mit der Polizei, zündeten Autos an und plünderten Geschäfte.
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Bei einem Protest von Studenten gegen den Auftritt eines rechtspopulistischen Influencers und Aktivisten ist es in Bilbao im Norden Spaniens zu schweren Unruhen gekommen.

Der 26 Jahre alte Influencer Quiles hat im Netz Millionen Follower. Er kandidierte 2024 bei der Europawahl auf der Liste der rechtspopulistischen Partei Se Acabó la Fiesta (SALF) ("Die Party ist vorbei") des Europaabgeordneten Alvise Pérez.

Krawalle trotz Absage des Influencers

19 Menschen seien festgenommen worden, darunter sieben Minderjährige, teilte die Polizei des Baskenlandes Agenturen mit. Ein wütender linker Mob zog randalierend durch das Viertel. Mindestens sechs Autos, ein Polizeimotorrad und unzählige Mülltonnen gingen in Flammen auf.

Auslöser war eine Demonstration selbst ernannter Antifaschisten vor der Universität Deusto. Dort sollte der umstrittene Influencer Vito Quiles am Montagabend auftreten. Er sagte die Veranstaltung jedoch kurz vorher aus Sicherheitsgründen ab. Anschließend zogen trotzdem Hunderte randalierend durch die Stadt. Insgesamt wurden 19 Personen festgenommen.

Social protest against Vito Quiles presence in Bilbao Firefighters extinguish the burning cars following a rally by various social groups under the slogan Euskal Herrian Faxismoaren Ez, on October 26, 2026, in Bilbao, Basque Country, Spain. © IMAGO/Europa Press

Der baskische Regierungschef Imanol Pradales verurteilte die Ausschreitungen als "inakzeptabel". Sein Sicherheitsminister Bingen Zupiria meinte, es entstehe der Eindruck, dass einige die gewalttätigen Aktionen in anderen Teilen Europas nachahmen wollten.

Die Proteste ereigneten sich nur zwei Tage nach den massiven Zusammenstößen in Barcelona, wo mindestens 128 Menschen festgenommen worden sind.