Der eine – Gerhard Zeiler – sagte zuletzt zu Recht, dass "mich keiner gefragt hat". Der andere – Markus Marterbauer – wurde bereits befragt. Die Rede ist jeweils von einem potenziellen Nachfolger von SPÖ-Vorsitzenden Andreas Babler. Dieser ist in der roten Welt – von Wien bis Bregenz und sämtlichen Vorfeldorganisationen der SPÖ – mehr als umstritten.
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Die roten Fans von Top-Medienmanager Gerhard Zeiler würden ihn gerne als SPÖ-Chef plus Vizekanzler installieren.
Dann würde Marterbauer übernehmen
Die Marterbauer-Variante ist hingegen eine, die Babler selbst – und Teile der Gewerkschaft – ersonnen haben. In diesem Szenario würde Babler zumindest Parteichef – er selbst würde auch das Medien-Ministerium behalten wollen – und Marterbauer Finanzminister UND Vizekanzler werden.
Marterbauer selbst wäre – so berichten es mehrere SPÖ-Insider – bereit Bablers Wunsch zu entsprechen. Es gebe aber noch zwei potenzielle Hinderungsgründe: Der SPÖ-Finanzminister wird derzeit bekanntlich wegen Lymphom-Krebs im Wiener AKH therapiert. Die Behandlung, die exzellent anschlage, dauere noch ein paar Wochen. Sollte er da – wovon auszugehen ist – grünes Licht erhalten, könnte er das Vizekanzleramt übernehmen. Aber: Gegenüber Roten soll er betont haben, dass er davor mit seiner Frau reden müsse. Nur wenn sie zustimme, würde der Wechsel an der SPÖ-Regierungsspitze funktionieren.
Und würde das reichen, um die Babler-Kritiker zu besänftigen? "Ich weiß es nicht", antwortet ein SPÖ-Spitzenmann oe24.
Und Zeiler? Dieser könnte "immer noch Kanzler-Kandidat werden", hofft einer der Kritiker von Babler. Oder dessen Unterstützer reden "endlich mit den maßgeblichen Playern in der SPÖ". Was offenbar immer noch nicht passiert sei.