Trauminseln

Kroatien ohne Fähre: Diese 5 Trauminseln erreichen Sie direkt mit dem Auto

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Keine Tickets, keine Abfahrtszeiten und kein nervöses Warten am Hafen: Fünf kroatische Ferieninseln sind über Brücken mit dem Festland verbunden.
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Das Meer glitzert bereits neben der Küstenstraße, der Kofferraum ist bis obenhin voll und eigentlich könnte der Urlaub jetzt beginnen – wäre da nicht noch die lange Fährenfahrt. Gerade in der Hochsaison können sich vor den Häfen lange Schlangen bilden, während man zwischen Abfahrtszeiten, Tickets und reservierten Stellplätzen jongliert.

In Kroatien gibt es jedoch eine besonders unkomplizierte Alternative: Fünf größere, bewohnte Ferieninseln lassen sich direkt über eine Straßenbrücke erreichen. Einfach weiterfahren, das Festland hinter sich lassen und wenige Minuten später die Autotür zwischen Pinien, Zikaden und salziger Meeresluft öffnen.

Welche kroatischen Inseln kann ich per Auto erreichen?

Krk, Pag, Vir, Murter und Čiovo sind jene fünf klassischen kroatischen Urlaubsinseln, die ohne Fähre über eine durchgehende Straßenverbindung vom Festland erreichbar sind. Inseln wie Cres und Lošinj können zwar ebenfalls mit dem eigenen Auto erkundet werden, für die Anreise ist jedoch mindestens eine Fährüberfahrt notwendig.

Krk: Die Insel für alle, die sich nicht entscheiden wollen

Krk © Getty Images

Schon die Fahrt über die gewaltige Krk-Brücke ist ein Erlebnis. Unter dem Auto leuchtet die Adria in verschiedenen Blautönen, rechts und links ziehen kahle Felsen und kleine Boote vorbei. Seit Juni 2020 ist die Überquerung der Brücke mautfrei.

Krk ist die vielseitigste der fünf Inseln. Im Süden warten die hellen Kiesstrände rund um Baška, in der Inselmitte duften Feigenbäume und Kräuter, während sich Vrbnik spektakulär an einen Felsen über dem Meer klammert. Der Ort ist für seine verwinkelten Gassen und die autochthone Weißweinsorte Žlahtina bekannt. Ein Glas davon mit Blick auf die Adria gehört zu jenen Urlaubsmomenten, die man am liebsten einpacken und mit nach Hause nehmen würde.

Pag: Zwischen Mondlandschaft und Partynacht

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Bei der Überfahrt über die Pager Brücke verändert sich die Kulisse innerhalb weniger Augenblicke. Statt dichter Pinienwälder breitet sich eine fast unwirkliche Landschaft aus hellem Kalkstein, niedrigen Sträuchern und kargen Hängen aus. Das tiefe Blau des Meeres wirkt daneben beinahe künstlich – als hätte jemand den Kontrast nachträglich erhöht.

Pag ist eine Insel der Gegensätze. Rund um die Stadt Pag geht es entspannt und kulinarisch zu. Berühmt sind der würzige Paški sir aus Schafsmilch, die Pager Spitze und die jahrhundertealte Salztradition. Weiter nördlich verwandelt sich der Strand von Zrće im Sommer in Kroatiens bekannteste Partymeile mit großen Open-Air-Clubs.

Wichtig für die Navigation: Die Brücke liegt am südlichen Ende der lang gezogenen Insel. Wer aus Richtung Rijeka nach Novalja reist, bekommt häufig die kurze Autofähre von Prizna nach Žigljen vorgeschlagen. Wer wirklich komplett ohne Fähre fahren möchte, muss die Route über Posedarje und die Pager Brücke wählen – auch wenn der Landweg länger sein kann.

Vir: Unkomplizierter Familienurlaub nahe Zadar

Vir © Getty Images/iStockphoto

Vir liegt nur rund 25 Kilometer von Zadar entfernt und ist über eine lange Brücke mit dem Festland verbunden. Die Anreise fühlt sich dadurch weniger nach großer Expedition und mehr nach einem spontanen Abstecher ans Meer an. Genau das macht die Insel besonders attraktiv für Familien und Urlauber, die kurze Wege und viel Flexibilität schätzen.

Entlang der Küste wechseln sich belebte Badeplätze, kleine Buchten und naturbelassene Abschnitte ab. An mehreren Stränden fällt das Wasser flach ab, während im Westen der Insel rötliche Felsen auf das türkisblaue Meer treffen. Vir ist weniger mondän als Hvar und weniger historisch als Krk – dafür angenehm unkompliziert. Morgens zum Bäcker, mittags an den Strand und abends mit dem Fahrrad zum Essen: Hier braucht es kein großes Programm, um sich nach Urlaub anzufühlen.

Murter: Fischerromantik und das Tor zu den Kornaten

Nationalpark Kornati © Getty Images

Bei Murter ist die Verbindung zum Festland beinahe unscheinbar. Nur ein schmaler Kanal trennt die Insel bei Tisno vom Festland, darüber führt eine kleine bewegliche Brücke. Hinter ihr warten alte Steinhäuser, Fischerboote, Olivenhaine und Buchten, in denen das Wasser so klar ist, dass man jeden Stein am Grund erkennen kann.

Murter ist einer der besten Ausgangspunkte für Bootsausflüge in den Nationalpark Kornati. Wer lieber an Land bleibt, findet rund um Murter, Betina und Jezera zahlreiche Badeplätze. Besonders beliebt ist die Bucht Slanica mit ihrem flachen Wasser und dem Blick hinaus auf die Inselwelt.

Eine Besonderheit müssen Autofahrer kennen: Die Brücke von Tisno wird im Sommer für den Schiffsverkehr geöffnet. Laut dem aktuellen Fahrplan wird der Straßenverkehr vom 1. Juni bis 15. September täglich zwischen 9.00 und 9.20 Uhr sowie zwischen 18.00 und 18.20 Uhr unterbrochen. Wer genau zu diesen Zeiten ankommt, braucht also doch ein wenig Gelassenheit.

Čiovo: Baden mit Altstadtanschluss

Čiovo © Getty Images/iStockphoto

Čiovo liegt unmittelbar vor Trogir und verbindet Strandurlaub mit einem der schönsten historischen Orte Dalmatiens. Früher führte der Weg vor allem über die alte Brücke im Zentrum von Trogir. Seit 2018 verbindet eine zusätzliche, moderne Brücke die Insel direkt mit dem Festland und entlastet damit die engen Straßen rund um die Altstadt.

Auf Čiovo liegen lebhafte Badeorte wie Okrug Gornji ebenso wie ruhigere Küstenabschnitte rund um Slatine. Besonders stimmungsvoll ist die kleine Wallfahrtskirche Gospa od Prizidnice, die zwischen Felsen und mediterraner Vegetation über dem Meer liegt. Danach kann man am Abend durch die steinernen Gassen der UNESCO-Altstadt von Trogir spazieren – eine Kombination, für die man andernorts mehrere Urlaubstage einplanen müsste.

Trotz der neuen Brücke bleibt die Region rund um Trogir und Split im Hochsommer stark frequentiert. Für die An- und Abreise sollte deshalb genügend Zeit eingeplant werden.