Mehrere Wirbelbrüche
L’Osteria-Gründer tot: Jetzt spricht die Co-Pilotin
Im Gespräch mit der deutschen "BILD" berichtet sie nun erstmals über ihren Zustand und die schwierigen Stunden nach dem Unglück.
"Ich bin so dankbar, dass ich leben darf"
Noch immer wird Christina Ettel in einem Privatkrankenhaus in Palma behandelt. Die 39-Jährige erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen, darunter mehrere Brüche und Prellungen. Nach eigenen Angaben kann sie aber alle Gliedmaßen bewegen. Die Ärzte seien zuversichtlich, dass sie sich wieder erholen werde.
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Wie die "BILD" berichtet, kann sich Ettel an den Unfall selbst nicht erinnern. Sie sei nach dem Aufprall kurz bewusstlos gewesen. Erst langsam komme sie wieder zu Kräften. Auch die Nachricht vom Tod ihres Beifahrers und Rallye-Partners Klaus Rader belastet sie schwer. Obwohl sich die beiden noch nicht lange kannten, seien sie im Auto eine Einheit gewesen.
Porsche stürzte rund 30 Meter in die Tiefe
Das Unglück ereignete sich am 9. Oktober während der Rallye "550 Challenge Mallorca". Rader und Ettel waren in einem Porsche GT3 RS auf der kurvenreichen Küstenstraße Ma-10 im Tramuntana-Gebirge unterwegs.
Auf Höhe von Mortitx zwischen Pollença und Lluc kam das Fahrzeug von der Straße ab, durchbrach eine hölzerne Leitschiene und stürzte rund 30 Meter in eine Schlucht. Der Porsche blieb schwer zerstört zwischen Felsen liegen. Für den 63-jährigen Rader kam jede Hilfe zu spät. Ettel wurde schwer verletzt aus dem Wrack gerettet. Die genaue Unfallursache wird untersucht.
Mehrere Wirbel gebrochen
Die Verletzungen der österreichischen Motorsportlerin sind schwer. Wie sie der "BILD" schilderte, erlitt sie unter anderem einen Bruch des ersten Halswirbels sowie einen Bruch des vierten Brustwirbels. Ein weiterer Brustwirbel wurde gequetscht.
Eine Operation am Halswirbel habe sie vorerst abgelehnt, um eine Versteifung im Nackenbereich zu vermeiden. Stattdessen soll ein sogenanntes Halogestell Kopf und Halswirbelsäule stabilisieren. Zusätzlich braucht sie ein Korsett für den Brustbereich. Beides wird sie voraussichtlich acht bis zwölf Wochen tragen müssen.
Österreichische Rallye-Fahrerin mit Erfolgen
Christina Ettel stammt aus Bayern, lebt südlich von Wien und ist als professionelle Rallye-Beifahrerin in Österreich und international aktiv. 2024 gewann sie gemeinsam mit Fahrer Luca Pröglhöf den ADAC Opel Electric Rally Cup. Auch bei weiteren nationalen und internationalen Rallyes war sie erfolgreich.
Nun steht für die 39-Jährige zunächst die Genesung im Mittelpunkt. Ihre Eltern reisen aus der Nähe von Bamberg an, um sie zu unterstützen. Neben den körperlichen Verletzungen muss Ettel auch den Tod von Klaus Rader verarbeiten. Die seelischen Folgen des dramatischen Unfalls dürften sie noch lange begleiten.