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Beim 2:1-(0:0)-Sieg über Kroatien leitete der 41-Jährige in Toronto mit einem Elfmetertor nach Rückstand die Wende ein (67.), Goncalo Ramos machte in der 94. Minute den Last-Minute-Erfolg perfekt. Der Europameister von 2016 trifft damit am kommenden Montag (21.00 Uhr MESZ) in Dallas auf Österreich-Bezwinger Spanien.
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Kroatien hatte nach einer dominanten portugiesischen Vorstellung in der ersten Hälfte bald nach Wiederbeginn dank Ivan Perisic (53.) das Ruder herumgerissen, musste in einer dramatischen Schlussphase aber das späte K.o. hinnehmen. Besonders bitter war das nach Videostudium in der 116. Minute wegen Abseits aberkannte 2:2 durch Josko Gvardiol: Die Entscheidung, dass der Ball zuvor noch von dessen Teamkollegen Igor Matanovic - höchstens mit den Haarspitzen - berührt wurde, dürfte noch für Diskussionen sorgen. Der 41-jährige Ronaldo, der sich zum ältesten Torschützen in einer WM-K.o.-Phase machte, konnte jedenfalls mit seinem Teamkollegen aufatmen.
Portugal gab in erster Hälfte den Ton an
Nach gutem kroatischen Start waren es vor allem die Portugiesen, die den Ton angaben. Der links außen in die Startelf gerückte Rafael Leao nahm Fahrt auf und setzte Bruno Fernandes ein, der mit einem Abschluss an Dominik Livakovic scheiterte. Fernandes' Nachschuss wurde geblockt (4.). Nach einer Viertelstunde fand Innenverteidiger Renato Veiga bei einem Eckball Raum vor, sein Kopfball fiel aber zu unplatziert aus (16.).
Die Iberer schnürten Kroatien mit Ballbesitz von fast 70 Prozent regelrecht ein, konnten danach bis zur Pause aber nur noch selten richtig gefährlich werden. Auch Ronaldo war im Sturmzentrum kein Faktor. Er absolvierte seinen 26. Einsatz bei Weltmeisterschaften und ist in dieser Statistik nun alleiniger Zweiter hinter Lionel Messi (29). Auf der Gegenseite blieb vorerst auch der nur um ein Jahr jüngere Luka Modric - bei seinem wohl letzten WM-Auftritt - eher unauffällig.
Portugals gegen Kroatien 2
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Mit der Pause nahm die Partie vor 43.036 Zuschauern deutlich an Fahrt auf. Kroatien reagierte mit einer Druckphase, die Perisic nach Flanke von Josip Stanisic mit der Führung krönte. Portugal reagierte fast wütend. Erst ließ Leao das Lattenkreuz erzittern (57.), wenig später drehte dann Ronaldo jubelnd ab. Eine weites Zuspiel nahm sich der 41-Jährige perfekt herunter und überhob den Tormann (59.). Doch die Abseits-Fahne verhinderte vorerst noch den Ausgleich.
Ronaldo überholte Landsmann Pepe
Keine zehn Minuten später war es dann aber soweit. Nach Foul von Nikola Vlasic an Veiga und Videostudium durch den norwegischen Schiri Espen Eskas machte die lebende Legende mit seinem ersten Tor in einer WM-K.o.-Phase vom "Punkt" das 1:1 perfekt. Damit entriss er seinem Landsmann Pepe den Rekord des ältesten Torschützen in einer WM-K.o.-Phase. Pepe war bei der WM 2022 beim 6:1-Achtelfinalsieg über die Schweiz 39 Jahre alt gewesen.
Die Partie hatte sich zu einem mitreißenden Hin- und Her mit vielen Offensivszenen entwickelt. Mateo Kovacic leitete mit einem Gewalt-Solo seine Doppelchance ein: Goalie Diogo Costa lenkte den Ball an die Stange, drehte ihn nur Momente später über die Latte (75.) und war auch gegen Matanovic am Posten (77.).
Ronaldo wurde ausgewechselt
Das vermeintliche 2:1 durch Petar Sucic wurde wegen Abseits wieder einkassiert (80.), danach beorderte Portugal-Coach Martinez einen etwas ungläubigen Ronaldo vom Platz (81.). Im Finish verzeichneten sowohl die Portugiesen durch Veiga (87.) wie auch die Kroaten durch Mario Pasalic (89.) gefährliche Köpfler, die nur knapp ihr Ziel verfehlten. Der "lucky punch" kam ebenfalls per Kopf: Nach Flanke von Leao stieg Ramos im Zentrum unwiderstehlich hoch.