Wien schreibt die Konzessionen für Leih-E-Scooter neu aus. Das teilte das Büro von Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch mit. Künftig sind erneut nur zwei Anbieter zugelassen. Die Zahl der Roller bleibt auf rund 4.200 begrenzt. Die Reduktion der Betreiber wurde 2023 umgesetzt. Seither gelten auch strengere Regeln für die Benutzung der Elektrogefährte. Das Scooter-Sharing erfreut sich in Wien beträchtlicher Beliebtheit.
Der uneingeschränkte Zugang zum Markt führte in den Anfangstagen jedoch zu einem regelrechten Wildwuchs. Mehrere Anbieter stellten zeitweise insgesamt bis zu 9.000 Roller zur Verfügung. Die Folge waren unter anderem zugeparkte Gehsteige. Die Scooter mutierten dort oft zu Stolperfallen. Im Sommer 2023 wurde das System auf neue Beine gestellt.
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Monatlich rund 120 Strafen
Die Zahl der Betreiber und Fahrzeuge wurde reduziert und Abstellflächen geschaffen. Auch müssen die Vehikel eine Nummerntafel aufweisen. Zugleich wurde verordnet, dass die Anbieter für falsch abgestellte Gefährte selbst zur Rechenschaft gezogen werden können. Zunächst wurden laut Sima-Büro monatlich noch tausende Strafen verhängt. Inzwischen hat sich die Zahl der Verwaltungsstrafen auf durchschnittlich 120 pro Monat eingependelt.
Nun werden die Konzessionen, die Mitte 2027 enden, neu ausgeschrieben. Sie werden für drei Jahre vergeben und können zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. In einem europaweiten Vergabeverfahren sollen jene Firmen den Zuschlag erhalten, die das beste Gesamtkonzept vorlegen, hieß es. "Mein Ziel war es, das völlig inakzeptable E-Scooter-Chaos in unserer Stadt zu beenden. Niemand will herumliegende E-Scooter", betonte Sima.