Ärger im Urlaub

Lignano kämpft mit ekelhafter Käferplage

© -
Eine Invasion kleiner Käfer sorgt im beliebten Adria-Urlaubsort Lignano derzeit für mächtig Stress bei Gästen wie auch bei Gastgebern.
Zur Vollversion des Artikels

Mit rund 40 Grad Celsius im Schatten, tropischen Nächten bei 25 Grad und einer Meerestemperatur von 30 Grad zeigt sich Österreichs südliche Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien aktuell extrem heiß. Während die Hitze in Triest sogar die Straßenbahngleise verbog und zu einer Zwangspause führte, kämpft der Badeort Lignano mit ganz anderen Problemen.

Eine Invasion kleiner Käfer, im Volksmund "moscerini" genannt, überrollt die Gegend. Wie die Tageszeitung "Messaggero Veneto" berichtet, bevölkern die Tierchen schlichtweg alles – von Schiffen über Verkehrszeichen bis hin zu kompletten Hotelanlagen.

Insekten-Invasion belastet die Nerven

Normalerweise tauchen die Insekten bloß einmal im Jahr am Leuchtturm Punta Faro auf, was heuer bereits vor einem Monat der Fall war. Nun sind sie jedoch massenhaft zurückgekehrt und breiten sich weit über den Leuchtturm hinaus bei Beherbergungsbetrieben aus. Obwohl die Käfer weder stechen noch ein Gesundheitsrisiko darstellen, sorgt das dauernde Verscheuchen für reichlich Stress unter den Menschen vor Ort.

Besondere Maßnahmen wegen Insekten

Um die Tiere nicht noch weiter anzulocken, greifen manche Apartmentbesitzer zu klaren Regeln und verbieten ihren Gästen das Essen auf der Terrasse. Ein Hotel lässt am Abend sogar komplett die Beleuchtung aus, um die Käfer woanders hinzuziehen. In Lignano fordert die Gemeindepolitik derweil ein Eingreifen der Region. Von dort heißt es jedoch, dass nichts unternommen werde, da von den Käferchen keine Gesundheitsgefahr ausgehe.