Peter Linden

Linden Live: Bundesliga droht der große TV-Ärger

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Der Ball rollt noch nicht, doch in der Bundesliga wird bereits heiß diskutiert. Kurz vor dem Saisonstart zeichnet sich hinter den Kulissen der erste große Aufreger ab.
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Elf Tage, bevor Meister LASK und der GAK im Linzer Stadion die Saison 2026/27 eröffnen, präsentierte die Bundesliga die Trainer und Kapitäne von elf Klubs. Markus Schopp ist ein Unikat: Er trainiert bei Hartberg nicht nur seinen Sohn Konstantin, sondern auch Nikolaus Feldhofer, den Sohn seines Kollegen vom GAK. Der schaffte via Hartbergs zweiter Mannschaft den Sprung in den Bundesligakader.

Eine neue Konstellation, die es auch bei den TV-Übertragungen geben wird. Bereits vor dem Start zeichnet sich deswegen Ärger ab. Die Liga lässt erstmals alle 195 Partien vom Unternehmen Uppercut, in dem sie einen Vertreter im Aufsichtsrat hat, produzieren. Dazu errichtete Uppercut ein Broadcast-Center über 2.000 Quadratmeter in der Modecenter-Straße im dritten Wiener Bezirk, von neuen Maßstäben wird gesprochen.

Wie wird TV-Partner Sky reagieren?

Das soll aber laut Insidern in Wahrheit weniger Qualität bei den Übertragungen als bisher bedeuten. Es wird auf Kosten der Fans gespart: Weniger TV-Kameras als bisher, einige davon automatisch gelenkt, das könnte die neue TV-Realität sein. Bei der ein Krach zwischen TV-Rechtebesitzer Sky und der Liga absehbar ist und nicht lange auf sich warten lassen wird. Möglich, dass Sky deshalb eigene Kameras" "in den Stadien aufstellt, um das bisherige Niveau der Übertragungen einigermaßen aufrechtzuerhalten.

Unabhängig davon bekommen die Klubs aufgrund des neuen TV-Vertags weniger Gelder als bisher. Man spricht von mindestens 20 Prozent. Die großen Vereine bekamen bisher mindestens drei Millionen, maximal zwischen 4,5 und 5 durch einen Mix aus Sockelbetrag, sportlichen Erfolg, Zuschauerzahlen (Lex Rapid) und dem Österreicher-Topf. Die kleineren mussten sich mit maximal 1,8 Millionen zufriedengeben. Ein Klacks im Vergleich zur zweiten deutschen Liga. In der bekommt Aufsteiger Cottbus in der kommenden Saison die geringsten TV-Gelder – 7,47 Millionen. Davon können die Bundesligaklubs nur "träumen".