Der Eindruck nach den Europacupspielen ist: Keiner ist mit den Neuzugängen bisher besser geworden. Sturm war gegen Fenerbahce chancenlos, nur die Schadensbegrenzung gelang. Jetzt klammert man sich an ein Wunder mit dem üblichen Motto: Ein schnelles Tor, dann ist alles möglich. Mit Mainz-Reservist Weiper ist nur einer von sieben Neuen ein Stürmer.
Salzburg bemühte in der Regenschlacht gegen FC Pafos das Spielglück, ebenso die Austria gegen Beitar Jerusalem auf neutralem Boden in Ploiesti. Salzburgs spätes Happy End sicherte mit Haris Tabakovic einer der sieben Neuen, Austrias Sportchef Tomas Zorn konnte auf Grund der finanziellen Zwänge bisher nur drei ablösefreie Spieler engagieren.
Da helfen Eigengewächse wie Vasilje Markovic und Sanel Saljic – das verdient Beifall. Nicht hingegen, wie Rapid mit seinem größten Talent aus der eigenen Akademie, Nikolaus Wurmbrand, umgeht. Derzeit scheint man eher auf den Mali-Legionär Moulaye Haidara zu setzen.
Erster Färöer-Legionär in Österreich
Die Transfer-Hotspots waren bisher überraschend Ried, Hartberg und der GAK mit jeweils neun Zugängen, gefolgt von Wolfsberg und WSG Tirol (je acht). Da waren neue Wege gefragt: Ried entdeckte den ersten Färöer-Legionär in Österreich (Chukwudi spielte in Finnland).
Markus Schopp, bei Hartberg sowohl Trainer als auch Sportchef, fand einen deutschen U19-Teamstürmer, der in Portugal bei Estrela Amadora kein Spiel bestritt und einen Berater mit prominentem Namen hat. Chilohem Onohua ist ein Klient von Roman Rummenigge, dem Sohn des ehemaligen Bayern-Vorstands.
Schopp bekam von FC Liverpool einen ungarischen Teamkeeper, den in Hainburg geborenen Pecsi auf Leihbasis, entdeckte in Slowenien einen argentinischen Mittelstürmer (Urrutia).
Altach fand in der Singapur-Liga das japanische Stürmertalent Nakano. Der GAK reaktivierte nach eineinhalb Jahren Ex-Teamkeeper Stankovic, engagierte mit Souleyman Maley einen Mittelfeldspieler, der je einmal in Österreichs U-21 und bei West Browmich in der zweiten englischen Liga zum Einsatz kam.
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