Im Gmeinderat
Linzer Hausarzt-Problem ähnlich wie Wels lösen
"Einen Platz bei einem Hausarzt oder einer Hausärztin zu ergattern, darf nicht zur Glückssache werden. Natürlich kann die Stadt dieses Problem nicht alleine lösen. Möglich ist es aber, den Standort Linz für Mediziner:innen attraktiv zu machen, etwa durch finanzielle Anreize oder Unterstützung bei Ordinationsräumlichkeiten", stellt Gemeinderat Tobias Reder (Grüne) im kommenden Gemeinderat am 4. November einen Antrag an Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ), ein kommunales Anreiz- und Unterstützungspaket auszuarbeiten.
Stadt könnte bei Standortsuche helfen
Andere Städte machen es vor: So gewährt Wels Allgemeinmediziner:innen mit Kassenvertrag eine einmalige Startfinanzierung von bis zu 40.000 Euro, verbunden mit einer zehnjährigen Betriebspflicht am Standort. Leoben hingegen hat die Entwicklung einer Primärversorgungseinheit durch die gemeinsame Projektvorbereitung und Standortsuche mit den beteiligten Einrichtungen unterstützt. Auch in Linz hat es dazu bereits politische Initiativen und Überlegungen gegeben. Zudem bietet die Gesundheitsstrategie 2025 einen Rahmen, um die medizinische Versorgung zu stärken. "Angesichts des zunehmenden Ärzt:innenmangels sind weitere Anstrengungen nötig, um die Unterstützung für hausärztliche Kassenordinationen gezielt zu stärken", betont Reder.
Auch interessant
Bestandsaufnahme pro Stadtteil
Grundlage dafür soll eine stadtteilbezogene Bestandsaufnahme sein, anhand derer anschließend geeignete finanzielle und organisatorische Anreize entwickelt werden sollen