Neuer Rückschlag

London prüft Entzug der Ehrenbürgerschaft von Andrew

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Die City of London arbeitet an einem Verfahren, um Andrew Mountbatten-Windsor die Ehrenbürgerschaft zu entziehen. Bislang fehlt dafür eine rechtliche Grundlage.
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Die Verwaltung des Londoner Finanzbezirks möchte Andrew Mountbatten-Windsor eine seiner letzten verbliebenen Auszeichnungen aberkennen. Wie unter anderem "The Evening Standard" berichtet, entwickelt die City of London Corporation derzeit ein Verfahren, um den Entzug der Ehrenbürgerschaft "Freedom of the City of London" rechtlich möglich zu machen. Ein Sprecher der Behörde teilte mit, dass derzeit kein wirksamer Mechanismus für eine solche Aberkennung existiere. Sobald die gewählten Mitglieder das neue Verfahren billigen, soll über den Entzug entschieden werden.

Entzug der Ehrenbürgerschaft ist kompliziert

Der Druck auf die Behörde wächst seit Monaten. Im Mai verabschiedete der Court of Common Council eine Rüge, in der von tiefer Enttäuschung darüber die Rede war, dass der 66-Jährige seine Ehrenbürgerschaft nicht zurückgegeben habe, obwohl er darum gebeten worden sei. Zugleich hielt das Gremium fest, dass ihm selbst die Handhabe fehle. Bei der Ehrung handelt es sich nicht um ein Amt, sondern um ein Eigentumsrecht, das durch nationales Recht und die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt ist.

Andrew und Prinz Philipp © oe24

City of London fordert Rückgabe

Die Gedanken der Behörde seien weiterhin bei den Opfern und Überlebenden des mit 66 Jahren verstorbenen Jeffrey Epstein. Andrew Mountbatten-Windsor erbte die Bürgerrechte ohne eigenes Zutun über seinen 2021 im Alter von 99 Jahren verstorbenen Vater Prinz Philip. Die Tradition reicht bis in das Jahr 1237 zurück. Ursprünglich erlaubte die Auszeichnung das Ausüben eines Gewerbes in der City, während sie heute auch für Verdienste um London vergeben wird.

Andrew Mountbatten-Windsor ohne königliche Titel

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte König Charles seinem 77-jährigen Bruder sämtliche Titel, Anreden und Auszeichnungen entzogen. Hintergrund waren neu bekannt gewordene Details über dessen Verhältnis zu Jeffrey Epstein. Seit dieser Entscheidung darf sich Andrew Mountbatten-Windsor weder Prinz noch Herzog von York nennen.