Sorge um Auswirkung

Lula feiert Erdölfund in Amazonasmündung

© APA/AFP/Agencia Petrobras/HANDOU
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat Erdölfunde in der Amazonasmündung als "Pass für die Zukunft des Landes" gefeiert.
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Dies sagte der Staatschef am Dienstag bei einem Besuch auf einem Bohrschiff des halbstaatlichen brasilianischen Mineralölunternehmens Petrobras, wie auf einem Stream des Onlineportals "G1" zu sehen ist. Umweltschützer zeigen sich indes besorgt.

Zuvor hatte Petrobras die Entdeckung von Kohlenwasserstoffen in einer Tiefe von knapp 2.900 Metern rund 175 Kilometer vor der Küste des Bundesstaats Amapá bekanntgegeben.

Genauer Umfang noch unklar

Wie umfangreich die Vorkommen sind, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau bestimmen, sagte Petrobras-Präsidentin Magda Chambriard. Man werde weiter explorieren, um zu wissen, was Amapá bieten könne, wurde die Petrobras-Chefin auf "G1" zitiert.

Lula, der derzeit eine vierte Amtszeit als Präsident anstrebt, bewertete die Qualität des Fundes als "edles Öl". Er erklärte angesichts internationaler Kritik an der Ausbeutung fossiler Brennstoffe in der Amazonasmündung: "Hier geht es um nationale Souveränität. Ein Land, das über Öl dieser Qualität verfügt, wird nicht zulassen, dass sich irgendjemand darin einmischt."

Kritik von Umweltschützern

Umweltschützer befürchten, dass eine Erdölförderung die Artenvielfalt in den Gewässern gefährdet sowie negative Auswirkungen auf den Klimawandel haben wird. Zudem würden die Rechte der in der Region ansässigen indigenen Völker missachtet, hatte Greenpeace Brasil bereits im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém (COP30) im November vorigen Jahres erklärt. Brasilien rangiert in der Liste der weltweit größten Erdölproduzenten derzeit auf Platz acht.