Frankfurt Flughafen

Malaria-Alarm: Zwei Tote nach Mückenstich

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Am Flughafen Frankfurt haben sich sechs Beschäftigte mit Malaria infiziert, zwei von ihnen sind inzwischen gestorben. Die Fälle stehen vermutlich mit einer Mücke in Zusammenhang, die als blinder Passagier mit einem Flugzeug nach Deutschland gelangt sein könnte.
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Bereits Mitte Juli war bekannt geworden, dass mehrere Beschäftigte aus der Gepäckabfertigung erkrankt waren. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport haben sich mittlerweile insgesamt sechs Mitarbeiter infiziert. Zwei von ihnen starben an den Folgen der Tropenkrankheit.

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass die Infektionen zwischen dem 4. und 6. Juli erfolgt sein könnten. Die betroffenen Beschäftigten befinden sich beziehungsweise befanden sich in medizinischer Behandlung.

Fraport-Sprecher Andreas Schopf erklärte: "Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen." Die Mitarbeiter am Standort seien umfassend über die Fälle informiert worden.

Mücke könnte mit Flugzeug eingereist sein

Nach bisherigem Kenntnisstand könnte eine mitgereiste Mücke die Infektionen verursacht haben. Solche Fälle werden als Airport-Malaria bezeichnet und sind in Deutschland äußerst selten.

Das RKI weist darauf hin, dass Malaria hierzulande normalerweise bei Menschen auftritt, die zuvor in Regionen mit Malariaübertragung unterwegs waren. In seltenen Fällen können jedoch infizierte Mücken als blinde Passagiere mit Flugzeugen oder Fracht nach Europa gelangen.

Woher die mutmaßliche Mücke stammte, ist bislang nicht bekannt. Weitere Malaria-Ausbrüche wurden nach Angaben von Fraport bisher nicht festgestellt.

Mückenfallen am Flughafen

Um die Situation zu überwachen, wurden am Frankfurter Flughafen zusätzliche Mückenfallen aufgestellt. Die gefangenen Tiere werden laut Fraport im Tropeninstitut in Antwerpen genetisch untersucht. Dadurch soll festgestellt werden, um welche Mückenart es sich handelt und woher sie möglicherweise stammt.

Fraport betont, dass Flugzeuge nach jeder Landung gründlich gereinigt werden. Trotzdem könne insbesondere bei Fracht oder Gepäck nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Insekten mittransportiert werden.

Der Flughafen und das Frankfurter Gesundheitsamt beobachten die Lage weiterhin. Beschäftigte wurden aufgefordert, bei entsprechenden Krankheitssymptomen ärztliche Hilfe zu suchen und auf ihren Arbeitsplatz am Flughafen hinzuweisen.

Malaria kann tödlich verlaufen

Übertragen wird Malaria durch den Stich infizierter Anophelesmücken. Typische erste Symptome sind unter anderem hohes Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Magen-Darm-Beschwerden können auftreten.

Unbehandelt kann insbesondere eine schwere Malaria zu Organversagen führen und tödlich enden.