Genuss-Hotspots
Marillenernte: Das sind die schönsten Wanderwege
Saftig, süß und mit einer feinen Säure: Wenn die ersten Wachauer Marillen reif sind, beginnt in Niederösterreich eine der genussvollsten Zeiten des Jahres. In den frühen Lagen ist die Ernte bereits angelaufen, vorerst allerdings noch mit überschaubaren Mengen. Die Haupternte wird im Laufe der kommenden Woche erwartet und soll anschließend etwa zwei bis drei Wochen dauern.
Damit startet jetzt auch die beste Zeit für einen Ausflug in die Wachau. Besucher können durch Marillengärten spazieren, direkt bei den Produzenten einkaufen und sich bei den traditionellen Festen durch Marillenknödel, Kuchen, Marmeladen, Liköre und weitere Spezialitäten kosten.
Wachauer Marille ist jedes Jahr ein Highlight
Zwischen dem Pannonischen Becken, dem Waldviertel und der Donau herrscht ein spezielles Kleinklima. Sonnig-warme Tage, kühle Nächte und die besonderen Böden der Region sorgen für das charakteristische Zusammenspiel aus Süße und feiner Fruchtsäure.
Rund 220 Marillenbauern garantieren mit dem EU-Siegel "geschützte Ursprungsbezeichnung" und der Marke "Original Wachauer Marille" die Herkunft der Früchte. Geerntet werden reife Marillen traditionell von Hand – häufig mit dem sogenannten Wachauer Marillenzistel, einem schmalen, nach unten zulaufenden Pflückkorb.
Auch ernährungsphysiologisch kann sich die Sommerfrucht sehen lassen: 100 Gramm Marillen haben nur rund 44 Kalorien und liefern unter anderem Kalium, Vitamin C, Folsäure und Provitamin A.
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Diese Marillenwege sind einen Ausflug wert
In Rossatz-Arnsdorf, Österreichs größter Marillenanbau-Gemeinde, führen insgesamt sieben Etappen der sogenannten Marillenmeile durch die Gärten und an landwirtschaftlichen Betrieben vorbei. Zusätzlich vermittelt der Marillen-Erlebnisweg in Krems-Angern Wissenswertes über die Bäume, die Tiere im Obstgarten und die Arbeit der Produzenten.
Marillen-Erlebnisweg Krems-Angern
Der leichte Rundweg ist mit 7,42 Kilometern die ausführlichste Tour und dauert rund zwei Stunden. Gestartet wird entweder beim Marillenhotel beziehungsweise Weinhof Aufreiter in Krems-Angern oder bei Lillis Marillengarten in Paudorf. Entlang des Weges informieren mehrere Stationen über den Marillenanbau. In den Hofläden warten außerdem zahlreiche Produkte und Souvenirs rund um die Frucht.
Marillenmeile Ost – Etappe 1
Die 4,90 Kilometer lange Rundtour beginnt am Mettenerplatz in Rossatz und dauert etwa eine Stunde und 15 Minuten. Sie führt durch Marillengärten in Rossatz und Rossatzbach und bietet schöne Ausblicke über die Donau bis nach Dürnstein. Die Route gilt als familienfreundlich und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Marillenmeile Ost – Etappe 2
Auch die zweite Ost-Etappe startet am Mettenerplatz in Rossatz. Für die 4,37 Kilometer sollten Spaziergänger ungefähr eine Stunde und 15 Minuten einplanen. Die kompakte Strecke eignet sich gut, um den Besuch bei einem Marillenproduzenten mit einer kleinen Wanderung zu verbinden.
Marillenmeile Ost – Etappe 3
Wer nur wenig Zeit hat, wählt die dritte Ost-Etappe. Sie startet in Rührsdorf, ist 3,17 Kilometer lang und in rund 45 Minuten zu schaffen.
Marillenmeile West – Etappe 1
Ausgangspunkt dieser Tour ist Oberarnsdorf. Die Strecke führt über 4,34 Kilometer und dauert etwa eine Stunde und fünf Minuten.
Marillenmeile West – Etappe 2
Die kürzeste Route der Marillenmeile startet bei der Infostelle in Oberarnsdorf. Mit 2,37 Kilometern und einer Gehzeit von rund 35 Minuten ist sie ideal für einen kurzen Genuss-Spaziergang.
Marillenmeile West – Etappe 3
Diese 2,69 Kilometer lange Etappe beginnt ebenfalls in Oberarnsdorf und dauert rund 45 Minuten. Unterwegs informiert unter anderem eine Tafel beim Glauberkreuz über die Entwicklung der Marillengärten.
Marillenmeile West – Etappe 4
Die längste West-Etappe startet in Mitterarnsdorf. Für die 6,02 Kilometer benötigt man ungefähr eine Stunde und 50 Minuten – perfekt für alle, die etwas länger durch die Wachauer Kulturlandschaft wandern möchten.
Unser Tipp für die Marillenjagd
Da vollreife Marillen empfindlich sind und nur ein vergleichsweise kurzes Erntefenster haben, lohnt es sich, früh anzureisen oder die gewünschte Menge direkt bei einem Wachauer Marillenbauern vorzubestellen. Die Früchte schmecken schließlich nicht nur pur: Jetzt ist auch die beste Zeit für selbst gemachte Marmelade, Marillenkuchen, Kompott – und natürlich flaumige Marillenknödel.