Verfahren

Marius Borg Høiby: Das droht ihm bei neuem Prozess

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Vor dem norwegischen Berufungsgericht steht für Marius Borg Høiby viel auf dem Spiel: Sieben Richter entscheiden über die Zukunft des Sohnes von Mette-Marit, dem eine noch längere Haft droht.
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Am Dienstag, 9. Februar 2027, beginnt vor dem Berufungsgericht Borgarting das neue Verfahren gegen Marius Borg Høiby. Im September 2026 wurde beschlossen, dass der Fall des 29-jährigen Sohnes von Königin Mette-Marit in wesentlichen Punkten neu aufgerollt wird.

Das sind die Vorwürfe

Zuvor hatte das Osloer Bezirksgericht am 15. Juni 2026 eine vierjährige Freiheitsstrafe wegen insgesamt 34 Straftaten verhängt, darunter zwei Vergewaltigungen, häusliche Gewalt gegen eine frühere Partnerin, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Drogendelikte.

Sieben Richter fällen Entscheidung

Høiby und sein damaliges Anwaltsteam legten unmittelbar nach dem erstinstanzlichen Urteil Rechtsmittel ein, weshalb der Richterspruch nicht rechtskräftig ist und seine Untersuchungshaft seither fortlaufend verlängert wird. Er bestreitet die Vorwürfe bezüglich Vergewaltigung und Missbrauch vehement. Im Berufungsverfahren werden zwei Berufsrichter sowie fünf Laienrichter über die Beweislage zu den drei angefochtenen Schuldsprüchen urteilen. Für eine Bestätigung der Verurteilung müssen mindestens fünf der sieben Richter zustimmen, darunter mindestens ein Berufsrichter.

Die Königliche Familie zusammen im Sommer 2022 © Getty Images

Berufung birgt großes Risiko

Das Verfahren birgt für die Verteidigung jedoch erhebliche Risiken, da auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat. Die Anklagebehörde stuft das bisherige Strafmaß von vier Jahren Haft als zu milde ein. Sollten die Schuldsprüche im Berufungsverfahren aufrechterhalten werden, droht dem Verurteilten eine noch längere Haftstrafe.

Haftstrafe droht bei Freispruch

Selbst bei einem Erfolg vor Gericht bleibt eine Freiheitsstrafe bestehen, da gegen mehrere Schuldsprüche keine Rechtsmittel eingelegt wurden. Folgende Delikte bleiben weiterhin rechtswirksam:

  • Drogendelikte und Sachbeschädigung
  • Körperverletzung sowie ausgesprochene Drohung
  • Mehrfache Verstöße gegen das Kontaktverbot zu einer ehemaligen Partnerin

Beweismittel und Zeugen

Die neue Verteidigung kündigte gegenüber dem norwegischen Magazin "Se og Hør" an, zusätzliche Beweismittel und Zeugen in das Verfahren einzubringen. Ein Abschluss des Berufungsprozesses ist für März 2027 geplant.