Große Sorge

Marius eilt mit Fußfessel zu König Harald

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Alarmstimmung im norwegischen Königshaus: Der Gesundheitszustand von König Harald hat sich drastisch verschlechtert. Die Familie versammelt sich am Krankenbett in Oslo, während offizielle Termine abgesagt werden.
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Vor dem Osloer Rikshospital herrscht seit den frühen Morgenstunden rege Aktivität. Neben Königin Sonja wurden auch das Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit sowie deren gemeinsame Kinder, Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, gesichtet, wie sie sichtlich gezeichnet das Spital betraten. Auch Prinzessin Astrid, die ältere Schwester des Königs, machte sich sofort auf den Weg in die Klinik, um ihrem Bruder nahe zu sein.

Inmitten dieser familiären Krise gibt es zudem eine bemerkenswerte Entwicklung rund um den umstrittenen Marius Borg Høiby, der sich derzeit in Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel im Hausarrest auf dem königlichen Anwesen Skaugum befindet. Berichten der norwegischen Zeitung "Aftenposten" zufolge hat dieser eine richterliche Sondergenehmigung erhalten, um den schwerkranken Monarchen im Krankenhaus besuchen zu dürfen.

Norwegen in Alarmbereitschaft

Die dramatische Entwicklung um den Gesundheitszustand des Königs hat im gesamten Staatsapparat zu außergewöhnlichen Maßnahmen geführt. Führende Politiker und Delegationen brechen derzeit ihre Auslandsaufenthalte ab, um in dieser kritischen Phase in der Heimat zu sein:

  • Die norwegische Bischofskonferenz, die sich zu einer Studienreise in Rom befand, reist vorzeitig zurück.
  • Der Außen- und Verteidigungsausschuss des norwegischen Parlaments unterbrach einen offiziellen Staatsbesuch in Südkorea für eine sofortige Heimkehr.
  • Parlamentspräsident Masud Gharahkhani sagte seinen geplanten Aufenthalt auf Island kurzfristig ab.

Diese konzertierten Aktionen der norwegischen Führungsebene verdeutlichen, wie ernst die Lage hinter den Kulissen der Klinik eingeschätzt wird. Der König, der als überaus beliebtes Symbol für Stabilität und Kontinuität gilt, befindet sich bereits seit dem 17. August in stationärer Behandlung.

Ein langer Kampf gegen schwere Krankheiten

Der geliebte Monarch kämpft bereits seit Jahren mit wiederkehrenden gesundheitlichen Rückschlägen. In der Osloer Uniklinik wurde er zuletzt wegen massiver Wasseransammlungen behandelt, die als Folge einer hämolytischen Anämie auftraten. Diese Autoimmunerkrankung war zuvor mit Kortison therapiert worden. Am vergangenen Wochenende stellten die Mediziner zudem gefährliche Bakterien im Blut des Monarchen fest – eine beginnende Blutvergiftung, auf die er zunächst gut ansprach, die sich nun aber offenbar dramatisch verschärft hat.

Blickt man auf die Krankengeschichte des Monarchen zurück, zeigt sich die enorme Widerstandskraft des Königs. Bereits im Jahr 2003 musste ihm aufgrund einer Krebserkrankung die Harnblase operativ entfernt werden. Es folgten schwere Eingriffe am Herzen: Im Jahr 2005 erhielt der König eine künstliche Herzklappe. Ein weiterer Herzeingriff wurde im Jahr 2020 notwendig. Im Frühjahr 2024 musste ihm während eines Urlaubs in Malaysia nach akuten Problemen ein Herzschrittmacher eingesetzt werden.

Ein Symbol für Kontinuität in Europa

Als Europas ältester amtierender Monarch sitzt Harald seit dem 17. Jänner 1991 auf dem norwegischen Thron und blickt auf eine 35-jährige Regentschaft zurück. Trotz der zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden, die ihn vor rund zwei Jahren zu einer zweimonatigen Rekonvalzenz und einer Reduzierung seines Arbeitspensums zwangen, dachte er nie an einen Rückzug. In der Thronfolge steht sein Sohn, Kronprinz Haakon, an erster Stelle, gefolgt von dessen Kindern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus. Das ganze Land hofft nun inständig auf eine positive Nachricht aus dem Osloer Rikshospital.