Nach Urteil

Marius rastet in Zelle aus: Notaufnahme!

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Das norwegische Königshaus kommt nicht zur Ruhe. Marius Borg Høiby, der älteste Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, wurde von einem Gericht zu vier Jahren Haft verurteilt.
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Das Osloer Amtsgericht hat am Montag das Urteil gegen den 29-Jährigen gesprochen. Der Schuldspruch umfasst zwei Vergewaltigungen sowie die Misshandlung seiner Ex-Freundin Nora Haukland.

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Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert, von zwei der vier Vergewaltigungsvorwürfe wurde er jedoch freigesprochen. Wie erst wenige Stunden nach der Verkündung bekannt wurde, kam es bereits vergangene Woche zu einem heftigen Zwischenfall in der Untersuchungshaft. Als das Berufungsgericht seinen Antrag auf Freilassung ablehnte, verlor Marius Borg Høiby in seiner Zelle komplett die Beherrschung. Laut einem Gefängnisbericht schlug er mit der Faust gegen einen Schrank und brach sich dabei die rechte Hand, weshalb er in die Notaufnahme gebracht werden musste.

Marius mit seiner Mutter Mette-Marit © Getty Images

Emotionen in extremer Situation

In dem offiziellen Bericht heißt es: "Er wurde wütend und traurig. Er wollte lange nicht mit Beamten sprechen". Der rechte Arm des Angeklagten soll danach blau gewesen sein. Sein Verteidiger Petar Sekulic bezeichnete den Ausbruch als nachvollziehbare Reaktion, da dessen Mutter auf einer Transplantationsliste für eine neue Lunge steht. Der Anwalt kritisierte die Gegenseite: "In einer solchen extremen Situation, wenn man glaubt, die Mutter vielleicht zum letzten Mal gesehen zu haben – kommt eine solche Entscheidung. Es ist sehr ungewöhnlich, dass die Staatsanwaltschaft das als Beispiel dafür heranzieht, dass er seine Gefühle nicht kontrollieren kann". Staatsanwalt Sturla Henriksbø betonte hingegen, dass eine erhebliche Gefahr bestehe, dass er erneut Straftaten begehen könnte, wenn er freigelassen wird.

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Keine Rechtskraft des Urteils

Marius Borg Høiby erschien am Montag aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst im Gerichtssaal. Seine Anwältin Ellen Holager Andenaes machte keine näheren Angaben zu seiner Erkrankung, bestätigte aber eine vorangegangene Krankschreibung im Krankenhaus. Der verurteilte Königshaus-Spross bestreitet den Großteil der insgesamt 40 Anklagepunkte, zu denen auch Stalking und Drogendelikte gehörten. Seine Verteidiger gaben am Montagabend nach einem Besuch im Gefängnis bekannt, dass Berufung gegen das Urteil eingelegt wird. Der norwegische Königspalast teilte durch Kommunikationsberater Simen Løvberg Sund mit: "Die Sache wurde vom Gericht behandelt. Das Königshaus hat keinen Kommentar zum Ergebnis".