Szeneclub

Marken-Streit! Martin Ho stellt klar: "X gehört mir!"

© Christian Jobst
Am 5. September eröffnet Martin Ho den neuen Standort seines Private Member Clubs, gleichzeitig postet der neue Inhaber des Kellers in der Wollzeile, dass alles beim Alten bleibt. Im Gespräch mit oe24 spricht der Szenegastronom Klartext.
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Für Diskussionen im Wiener Nachtleben sorgt derzeit eine Posse rund um den bekanntesten Private Member Club der Stadt. Der Hintergrund des Schlamassels: Gastronom Alexander Schrack hat vor Kurzem die Räumlichkeiten des legendären Kellers in der Wollzeile übernommen. Umgehend verkündete er auf seinen Social-Media-Kanälen, dass er vorhabe, den bekannten "X Club" an alter Adresse weiter zu betreiben.

Doch wer dachte, dass mit der Übernahme der Räumlichkeiten auch automatisch die Identität und die Rechte des Nobel-Clubs den Besitzer gewechselt hätten, hat die Rechnung ohne den eigentlichen Schöpfer des Konzepts gemacht. Martin Ho zeigt sich über das Vorgehen seines Nachfolgers in der Wollzeile gelinde gesagt erstaunt.

Martin Ho kontert im oe24-Talk: "Die Marke X gehört mir!"

Im Gespräch mit oe24 rückt Martin Ho die Verhältnisse nun unmissverständlich gerade und räumt mit den kursierenden Gerüchten auf. "Die Marke X gehört mir. Der neue Inhaber hat nur den Keller gekauft und fälschlicherweise gedacht, dass er die Marke ebenso besitzt. Das ist nicht der Fall", stellt Ho unmissverständlich fest. Um seinen Worten das nötige juristische Gewicht zu verleihen, legt der Unternehmer direkt die offizielle Registrierungsbestätigung der Marke "X" vor.

Der Marken-Streit wird keineswegs auf der leichten Schulter ausgetragen. Ho hat bereits entsprechende Unterlassungsklagen eingebracht und fordert unter anderem ein, dass die offiziellen Social-Media-Kanäle des Clubs unverzüglich wieder an ihn übertragen werden. Für den Gastronomen gibt es in dieser Angelegenheit keine Grauzonen: Es handle sich hier keinesfalls um einen Auslegungssache oder einen langwierigen Rechtsstreit, sondern schlicht und ergreifend um glasklare, unumstößliche Fakten. Um den Neuanfang auch physisch zu besiegeln, kündigt Ho ein besonderes Detail an: "Wir werden auch den Zylinder, auf den die Schlüssel passen, an den neuen Standort übersiedeln."

Souterrain-Glamour: Der neue X Club zieht ins "Sanatorium"

Unbeeindruckt von den Wirren an der alten Wirkungsstätte laufen die Vorbereitungen für das neue Kapitel des In-Clubs bereits auf Hochtouren. Martin Ho lässt sich den Zeitplan keinesfalls diktieren und stellt klar, dass er wie geplant am Samstag, dem 5. September, ganz normal eröffnen werde.

Der "X Club" zieht nämlich nach rund 15 erfolgreichen Jahren in der Wollzeile in das Souterrain des brandneuen Restaurants "Sanatorium" in der Postgasse 2. Damit bekommt die Wiener Innenstadt einen neuen gastronomischen Hotspot mit deutlichem internationalem Flair. Hinter dem "Sanatorium" stehen Albert und Jakob Trummer, die sich in den vergangenen Jahren vor allem in der hart umkämpften Bar-Szene von New York einen herausragenden Namen gemacht haben.

Albert und Jakob Trummer © Atelier Wien

Pharmazeutische Cocktails und Salonkultur

Das Konzept des "Sanatoriums" versteht sich als stilvolle Brücke zwischen der US-Metropole und der österreichischen Bundeshauptstadt. Tagsüber soll das Haus klassischen Wiener Kaffeehauscharme und edle Salonkultur bieten, während es sich zur späten Stunde in eine spektakuläre Bühne für gehobene Cocktailkunst, Musik und Kunst verwandelt. Kulinarisch setzt Albert Trummer dabei auf seine berühmten "pharmazeutischen Cocktails" – außergewöhnliche Kreationen auf Basis botanischer Infusionen und frischer, saisonaler Zutaten. Als Inspiration dient ihm dabei das Erbe des verstorbenen New Yorker Spitzenkochs David Bouley, mit dem Trummer eine enge Freundschaft verband.