Fake-Acounts

Marktamt-Skandal weitet sich aus

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Die Marktamt-Affäre zieht immer weitere Kreise. Laut Medienberichten soll nun auch Vizechef und Sprecher Alexander Hengl mit Fake-Accounts in sozialen Netzwerken Werbung für Wiens Märkte betrieben haben. Die Stadt Wien muss jetzt noch intensiver prüfen.
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Unter Namen wie „Edi Talinger" oder „Stefanie Weber" sollen positive Kommentare zu Marktamt-Postings gestreut worden sein – hinter beiden Accounts vermuten mehrere Beamte laut „Falter" Hengl selbst. Ein solches Vorgehen würde gegen die Wiener Medien-Verordnung verstoßen. Hengl selbst will die Vorwürfe auf ORF-Anfrage nicht kommentieren, die Magistratsdirektion bestätigt eine laufende interne Prüfung seit Ende Juni.

Unruhe im Marktamt

Die Vorwürfe treffen das Amt in stürmischer Zeit: Marktamtsleiter Andreas Kutheil trat vergangene Woche nach Rassismus- und Mobbingvorwürfen zurück, wie oe24 berichtete. Die FPÖ wirft zudem geschönte Besucherzahlen vor und fordert eine Sondersitzung. Auch die Grünen verlangen rasche Aufklärung sowie Strukturen zum Schutz der Mitarbeiter.

Kurzum: Die Liste der Vorwürfe rund ums Wiener Marktamt wird länger – die Stadt Wien steht zunehmend unter Zugzwang.

Konsequenzen drohen

Im Zuge der Marktamt-Affäre zieht die Stadt Wien nun personelle Konsequenzen. Der Abteilungsleiter-Stellvertreter des Marktamts wurde heute Mittwoch Vormittag von seiner Funktion enthoben.

Versetzung mit Wirkung

Wie die Stadt Wien per Aussendung bekanntgibt, wurde der Betroffene bereits vergangene Woche von seiner Stellvertreter-Funktion abgezogen. Grundlage sind Erhebungen der Internen Revision der Magistratsdirektion. Nach Abschluss der erforderlichen internen Schritte erfolgte nun mit Wirksamkeit 21. Juli 2026 die Versetzung in eine andere Abteilung – ohne Führungsaufgaben.

Fazit: Während die Vorwürfe rund um Fake-Accounts und geschönte Zahlen weiter im Raum stehen, zeigt die Versetzung: Im Wiener Marktamt rollen bereits die ersten Köpfe.