Kaum Niederschlag
Mega-Hitze verschärft Wasserknappheit in OÖ
Die anhaltende Trockenheit bleibt in Oberösterreich ein ernstes Problem. Wie Geosphere Austria mitteilte, fiel von Anfang Jänner bis Ende Juni um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. In mehreren Regionen sind die Grundwasserstände bereits auf historische Tiefstände gesunken.
Besonders betroffen sind Kremsmünster und Ried im Innkreis. In Kremsmünster wurden seit Jahresbeginn lediglich 332 Millimeter Niederschlag gemessen – so wenig wie zuletzt vor rund 50 Jahren. In Ried fielen bis Mitte Juli nur 298 Millimeter Regen. Damit wurde der bisherige Tiefstwert aus dem Vorjahr erneut unterschritten.
160 Liter Regen pro m² notwendig
Der Hydrographische Dienst Oberösterreich warnt vor einem großen Niederschlagsdefizit. In den vergangenen 20 Monaten lagen die Niederschlagsmengen mit nur wenigen Ausnahmen unter dem Durchschnitt. Diese Entwicklung wirkt sich zunehmend auf die Grundwasserstände aus und verschärft die Trockenheit. Nach Einschätzung von Geosphere Austria wären österreichweit rund 160 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusätzlich nötig, um das bisherige Defizit auszugleichen. Die angekündigten Gewitter in den kommenden Tagen werden dafür jedoch nicht ausreichen, da flächendeckender Regen weiterhin nicht in Sicht ist.
Gemeinden müssen bereits Wasser sparen
Mehrere Gemeinden haben deshalb bereits Maßnahmen zum Wassersparen ergriffen. In Grieskirchen sind das Befüllen von Schwimmbecken und das Waschen von Autos mit Trinkwasser verboten. Auch das Gießen von Gärten ist nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Laut den Gemeinden hält sich die Bevölkerung an die Vorgaben. Durch die Einschränkungen konnte der Trinkwasserverbrauch zuletzt um rund 20 Prozent gesenkt werden. Eine Entwarnung gibt es dennoch nicht.