Italien
Meloni lässt ihre Stimme gegen KI-Klone schützen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will ihre Stimme vor Missbrauch durch künstliche Intelligenz schützen. Dafür hat sie beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) den charakteristischen Klang ihrer Stimme als Marke eintragen lassen, wie die italienische Tageszeitung "La Repubblica" am Montag berichtete.
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Meloni ließ demnach den Satz "Io sono Giorgia Meloni" ("Ich bin Giorgia Meloni") als sprachliches Kennzeichen registrieren. Damit soll verhindert werden, dass ihre Stimme ohne Genehmigung für KI-generierte Inhalte, etwa sogenannte Voice Clones oder Deepfakes, verwendet wird. Mit der Registrierung geht die italienische Regierungschefin gegen eine zunehmende Gefahr durch täuschend echte, künstlich erzeugte Audio- und Videoinhalte vor.
Mehrere manipulierte Fotos der Regierungschefin im Internet
Meloni hatte im Mai vor der Verbreitung gefälschter Bilder gewarnt, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. In Sozialen Netzwerken kursierten mehrere manipulierte Fotos, die sie in verfälschten Kontexten zeigen und fälschlich als echt ausgegeben werden. Konkret bezog sich Meloni auf ein KI-generiertes Bild einer Frau in Unterwäsche mit ihrem Gesicht, welches online verbreitet wurde.
Zwei Italiener, Vater und Sohn, sind derzeit vor einem Gericht angeklagt, weil sie im Jahr 2020 auf einer US-amerikanischen Website manipulierte Pornovideos mit dem Gesicht Melonis anstelle der Darstellerinnen veröffentlicht hatten. Bei dem Prozess in der Stadt Sassari auf Sardinien sagte Meloni 2024 als Zeugin der Anklage aus. Sie antwortete per Videokonferenz auf die Fragen der Staatsanwälte. Der Prozess läuft derzeit noch.