Chefarzt

"Menschen mit exzessiven Körpertemperaturen im Spital"

Die Hitze macht selbst Gesunden massiv zu schaffen, warnt Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Schreiber
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Bis zu 15 Prozent mehr Einsätze wegen Hitze. © TZOe Lisi Niesner (Symbolbild)

Auch am Mittwoch wurden Temperaturen von bis zu 41 Grad im Osten des Landes vorhergesagt - schon am frühen Nachmittag war es heißer als am Dienstag. Das führt auch zu vielen Notfällen in den Krankenhäusern, wie das Rote Kreuz nun bei einer Pressekonferenz erklärte.

"Menschen, die an sich gesund sind, werden mit exzessiven Körpertemperaturen von 42 oder gar 42,5 Grad in Spitäler eingeliefert", schildert der Chefarzt des Roten Kreuzes Wolfgang Schreiber.

Bauarbeiter besonders gefährdet

Dabei seien besonders Menschen gefährdet, die auch bei solchen Temperaturen im Freien arbeiten müssen - Bauarbeiter zum Beispiel. Schreiber wies darauf hin, dass bei solchen Witterungsbedingungen nicht nur die Sterblichkeit ansteigt, wie unter anderem die AGES dieser Tage ausgeführt hat, sondern auch die Zahl der Einsätze um rund zehn bis 15 Prozent angestiegen ist. Auch das sei Schwerstarbeit, in Schutzkleidung oft in überhitzten Wohnungen und ohne Abkühlungsmöglichkeiten.

Besonders gefährdet sind Baustellen-Arbeiter. © DPA, Symbolbild

Rotes Kreuz hat ihre Teams aufgestockt

Unter anderem setzt das Rote Kreuz mehr Teams ein, um die Arbeitslast auf mehrere Köpfe zu verteilen. Dazu wurden Hitzeschutzpläne für den Rettungsdienst und die mobile Pflege entwickelt: Das betrifft unter anderem die Aufstockung des Materials für Hitze-Notfälle oder die richtige Lagerung von Medikamenten bei hohen Temperaturen.

An alle appellierte Schreiber, Cooling Center, wie sie etwa das ÖRK anbietet, aufzusuchen (und dort lange genug bleiben) oder die "Team Österreich"-Landkarte der kühlen Orte zu befragen und diese Plätze zu besuchen.