Ende nach 2027

Menschenrechts-Organisation will Infantino-Wahl verhindern

© FIFA via Getty Images
Gianni Infantino will weiter FIFA-Präsident bleiben. Doch jetzt bekommt der Schweizer ausgerechnet wegen der eigenen Statuten Ärger. Die Menschenrechtsorganisation FairSquare fordert, dass Infantino bei der Wahl am 18. März 2027 gar nicht erst antreten darf. Das berichtet "The Athletic".
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In einem Brief an drei Mitglieder der FIFA-Governance-, Audit- und Compliance-Kommission stellt FairSquare die Amtszeit des 56-Jährigen infrage. Der Vorwurf: Eine wichtige Änderung der FIFA-Statuten aus dem Jahr 2022 sei vor der Abstimmung im FIFA-Council nicht korrekt veröffentlicht worden.

Der Knackpunkt: Zählen Infantinos erste drei Jahre?

Genau hier wird es spannend. Infantino übernahm 2016 nach dem Rücktritt von Joseph Blatter das Präsidentenamt. 2019 wurde er regulär wiedergewählt. Infantinos Argument: Die Jahre von 2016 bis 2019 seien lediglich die restliche Amtszeit von Blatter gewesen und dürften deshalb nicht als eigene Amtsperiode zählen. Nach dieser Rechnung könnte er 2027 für weitere vier Jahre kandidieren.

FairSquare sieht das anders. Denn laut FIFA-Regeln darf ein Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Würde Infantinos erste Amtszeit ab 2016 zählen, wäre 2027 Schluss.

Besonders UEFA ist Infantino ein Dorn im Auge

Noch steht der FIFA-Boss allerdings fest im Sattel. Die FIFA-Gremien folgen bislang seiner Auslegung, zudem ist Infantino derzeit der einzige Kandidat für die Wahl. Doch die Stimmung wird rauer. Seit der WM im Sommer steht der Schweizer zunehmend unter Druck. Besonders seine inzwischen zurückgenommenen Pläne, Investoren stärker in künftige WM-Geschäfte einzubinden, sorgten für heftigen Wirbel. Vor allem die UEFA geht immer deutlicher auf Konfrontationskurs.

Infantino hat also noch keinen Gegner auf dem Wahlzettel – aber immer mehr Gegner außerhalb davon.