Lungentransplantation

Mette-Marit: Herz angehalten & so stehen Überlebenschancen

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Der schwer an Lungenfibrose erkrankten Kronprinzessin Mette-Marit (52) wurde erfolgreich eine Spenderlunge transplantiert – die Operation war ihre allerletzte Hoffnung. Nun kamen erschreckende Details über das enorme Risiko des Eingriffs ans Licht.
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In den vergangenen sechs Monaten hatte sich der Zustand von Kronprinzessin Mette-Marit drastisch verschlechtert. Durch die chronische Lungenfibrose bildete sich immer mehr Narbengewebe, sodass ihr Sauerstoffgehalt im Blut selbst bei geringster Belastung gefährlich absank. Die Kronprinzessin war zuletzt auf eine mobile Sauerstofftherapie angewiesen und zeigte sich sogar mit einem Sauerstoffschlauch in der Öffentlichkeit. Eine Transplantation war unumgänglich.

Mette Marit in Oslo am 17. Mai 2026 © Getty Images

Herz musste stillgelegt werden

Wie ernst die Lage wirklich war, erklärten ihre behandelnden Mediziner auf einer Pressekonferenz. Der renommierte Herz- und Lungenchirurg Arnt Eltvedt Fiane (68), Professor und Abteilungsleiter für Thoraxchirurgie, führte den hochkomplexen Eingriff durch, der üblicherweise drei bis fünf Stunden dauert.

Mette Marit in Oslo am 17. Mai 2026 © Getty Images

Gegenüber der norwegischen Zeitung Verdens Gang beschrieb Fiane das dramatische Prozedere im OP-Saal: "Wir müssen den Brustkorb öffnen und eine Herz-Lungen-Maschine anschließen, wie bei Operationen am offenen Herzen. Das Herz wird stillgelegt. Die erkrankten Lungen werden entfernt, und das kann der schwierigste Teil des gesamten Eingriffs sein."

Sobald das kranke Organ entnommen ist, werden die neuen Lungenflügel Schritt für Schritt eingesetzt. Dabei müssen die großen Blutgefäße sowie die Luftröhren präzise an den Körper der Patientin angeschlossen werden. Das Königshaus gab in einer aktuellen Mitteilung glücklicherweise bekannt: "Die Lungentransplantation war bisher erfolgreich."

Harte Realität nach dem Eingriff

Trotz des geglückten Eingriffs liegt noch ein steiniger Weg vor der Ehefrau von Kronprinz Haakon. Um zu verhindern, dass ihr Körper das neue Organ wieder abstößt, muss Mette-Marit ab jetzt lebenslang starke Medikamente, darunter Immunsuppressiva und Kortison, einnehmen. Zudem wird sie noch mehrere Wochen zur Überwachung im Krankenhaus bleiben müssen.

  • Das erste Jahr: Die Statistik ist unbarmherzig – jeder achte Patient überlebt das erste Jahr nach einer Transplantation nicht.
  • Die Langzeitprognose: Zehn Jahre nach dem schweren Eingriff lebt im Durchschnitt nur noch etwa die Hälfte der Transplantierten.

Der Eingriff ist ein Segen, bedeutet jedoch noch keine endgültige Entwarnung, wie Lungenspezialist und Chefarzt Are Holm (60) nüchtern klarstellt.