Unter Erwartungen
Marius Borg Høiby: So wenig Geld bekommen die Opfer
Insgesamt knapp 58.000 Euro müssen unter den vier Opfern von Marius Borg Høiby aufgeteilt werden, wie das Boulevardmagazin Bild berichtet. Das Gericht blieb damit weit hinter den Forderungen der Verteidigung zurück: Die Anwälte der Betroffenen hatten im Vorfeld eine dreimal so hohe Entschädigung von insgesamt rund 174.000 Euro gefordert.
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Strenges Gesetz in Norwegen
Dass die zugesprochene Summe im Vergleich zu den Forderungen so gering ausfällt, liegt an den strengen gesetzlichen Regelungen in Norwegen. Dort sind Entschädigungen staatlich gedeckelt, sodass der Basisanspruch bei einer Vergewaltigung üblicherweise bei rund 22.200 Euro liegt. Da Høiby die Summe selbst aufbringen muss und seine königliche Familie rechtlich nicht haftbar gemacht werden kann, springt zunächst ein staatlicher Opferfonds ein. Dieser fordert das Geld später vom Verurteilten zurück.
- Erstes Opfer (Dezember 2018): Eine Frau wurde auf Schloss Skaugum Opfer einer Vergewaltigung ohne Geschlechtsverkehr. Dies wird nach norwegischem Recht als sexuelle Handlung im wehrlosen Zustand gewertet. Sie erhält 15.400 Euro Wiedergutmachung sowie 5.340 Euro für ihren Verdienstausfall.
- Zweites Opfer (März 2024): Eine Frau wurde auf einer Party unter dem Einfluss von Alkohol und Schlaftabletten missbraucht. Ihr wurden 18.120 Euro zugesprochen.
Körperliche Gewalt
Auch zwei Ex-Partnerinnen von Høiby werden nach den Übergriffen finanziell entschädigt. Die bekannte Influencerin Nora Haukland erhält eine Summe von 9.060 Euro für die durch ihn erlittene körperliche Gewalt.
Ihr Rechtsanwalt John Christian Elden zeigte sich nach dem langwierigen Prozess sichtlich erleichtert über den Ausgang des Verfahrens:
Ernstes Problem
"Missbrauch in engen Beziehungen ist ein ernstes gesellschaftliches Problem, das schwer nachzuweisen sein kann. Nora Haukland ist erleichtert, dass das Gericht ihre Erklärung vollumfänglich akzeptiert hat."
Die sogenannte "Frogner-Frau" erhält wiederum eine Entschädigung von 9.960 Euro. Ihre Anzeige wegen eines schweren Gewaltausbruchs von Marius Borg Høiby im August 2024 hatte die polizeilichen Ermittlungen gegen den royalen Spross überhaupt erst ins Rollen gebracht.
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