Fängt Diebe

Maskierter Rächer: Polizei fahndet nach "Mexican Batman"

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In der mexikanischen Kleinstadt Lagos de Moreno sorgt ein selbst ernannter "Batman" für Aufsehen. Der maskierte Rächer fängt mutmaßliche Motorraddiebe und klebt sie an Laternen fest.
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Ein skurriler Fall von Selbstjustiz aus Lateinamerika sorgt für weltweites Aufsehen, der auch hier in Österreich für ungläubiges Staunen sorgt. In der mexikanischen Kleinstadt Lagos de Moreno im Bundesstaat Jalisco treibt derzeit ein Unbekannter im Kostüm sein Unwesen. Mindestens fünf mutmaßliche Motorraddiebe konnte der maskierte Rächer bereits auf frischer Tat ertappen und überwältigen.

Alle betroffenen Männer wurden innerhalb der vergangenen zwei Wochen dingfest gemacht. Statt sie jedoch ordnungsgemäß den Behörden zu übergeben, setzt der mysteriöse Mann auf eine sehr schmerzhafte und öffentliche Methode: Er klebt die Verdächtigen einfach fest.

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Bemalte Gesichter als Signatur

Zeugen fanden die mutmaßlichen Kriminellen im Stadtgebiet gefesselt an Laternenmasten und Straßenschildern vor. Damit auch wirklich jeder Vorbeigehende sofort weiß, warum die Männer dort in ihrer misslichen Lage kleben, schrieb ihnen der Unbekannte kurzerhand das spanische Wort "Ratero" für Dieb auf die Stirn. Einigen der fixierten Männer malte er zusätzlich einen Schnurrbart und Katzenhaare mitten ins Gesicht – seine ganz eigene, skurrile Superhelden-Signatur. Neben den beschämten Männern stellte der Rächer teilweise sogar die mutmaßlich gestohlenen Motorräder direkt am Straßenrand ab.

Ermittler suchen den Rächer

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Viele Einwohner der von Kriminalität geplagten Region feiern den "Mexican Batman" bereits ausgiebig, weil Motorraddiebstähle vor Ort stark zugenommen haben. Für die lokale Polizei ist die Sache rechtlich gesehen dagegen völlig eindeutig: Die gefesselten Männer gelten vor dem Gesetz als Opfer. Sie wurden nach ihrer Befreiung durch die Einsatzkräfte medizinisch versorgt.

Die Ermittler fahnden nun intensiv nach dem selbst ernannten Superhelden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Behörden könnte sich hinter der Maske sogar eine ganze gut organisierte Gruppe verbergen.