Mauretanien
Migranten stürmen DIESES Land
Mehr als 1.000 Migranten sind Behördenangaben zufolge in den vergangenen zehn Tagen von Booten vor der Küste Mauretaniens abgefangen worden.
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Angesichts dieses Anstiegs könnte das Ausmaß der irregulären Migration "in diesem Tempo ein noch nie dagewesenes Niveau in diesem Jahr erreichen", sagte der Leiter der für Migration zuständigen Abteilung der mauretanischen Küstenwache, Ahmed Moulaye, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.
"1.076 Migranten in mauretanischen Gewässern"
Insgesamt seien "1.076 Migranten in mauretanischen Gewässern gerettet" worden, fügte Moulaye hinzu. Mehrere der abgefangenen Boote seien von den Küsten der Nachbarländer Gambia und Senegal aus gestartet, erklärte ein europäischer Diplomat in Mauretaniens Hauptstadt Nouakchott. Die festgesetzten Migranten seien in neue, EU-finanzierte Aufnahmezentren in Nouakchott und Nouadhibou gebracht worden. Dort sollen sie registriert und ihr Anspruch auf Schutzbedürftigkeit festgestellt werden.
Boot von afrikanischen Ländern
In den vergangenen Jahren kamen tausende Migranten beim Versuch ums Leben, per Boot von afrikanischen Ländern aus auf die zu Spanien gehörigen Kanarischen Inseln zu gelangen. Eine kürzlich erfolgte Verschärfung der Seegrenzkontrollen im Senegal, in Mauretanien und Marokko führte zuletzt zu einer Verlagerung der Abfahrtsorte: Statt von Mauretanien aus stechen viele der Boote nun weiter südlich in See, insbesondere von den Küsten Gambias und Guineas, was die Zeit auf See verlängert und die Gefahren erhöht.
Viele afrikanische Migranten haben sich der illegalen Route zugewandt, da Europa die Erteilung von Visa drastisch eingeschränkt und die Grenzkontrollen verschärft hat.