Hochkultur
Mikl-Leitner eröffnete Rudolf-Buchbinder-Saal im prächtigen Grafenegg
Was für ein Abend! Mit einem glamourösen Festakt wurde gestern der brandneue Rudolf-Buchbinder-Saal in der revitalisierten Reitschule Grafenegg eröffnet. Hochkaratige Gaste, mitreißende Musik und bewegende Worte – Niederosterreich zelebrierte einen seiner größten Künstler!
Mikl-Leitner: "Ganze Welt kennt Buchbinder"
LH Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ließ es sich nicht nehmen, persönlich mitzufeiern – und fand bewegende Worte für den Ausnahme-Pianisten. "Mit dem Rudolf-Buchbinder-Saal eröffnen wir nicht nur einen neuen Konzertsaal, sondern einen Ort der Begegnung, der Inspiration und der musikalischen Exzellenz", so die Landeshauptfrau. Und weiter: "Die ganze Welt kennt Rudolf Buchbinder als Ausnahmekünstler. Wir in Niederösterreich kennen ihn darüber hinaus als Wegbegleiter, Visionär und Freund unseres Landes."
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Weltkarriere und Grafenegg ist zweite Heimat
Besonders emotional: Buchbinder habe seinen ersten Auftritt in Grafenegg bereits 1985 gehabt – fast genau vier Jahrzehnte später schließe sich nun ein ganz besonderer Kreis. Mikl-Leitner: "Dieser Saal ist ein Denkmal zu Lebzeiten – aber geschaffen hat Rudolf Buchbinder dieses Denkmal selbst!
New York, Buenos Aires, Tokio, Peking, Mailand – Buchbinder stand auf den größten Buhnen der Welt. Trotzdem wurde Grafenegg für ihn zur zweiten Heimat. Zwei Jahrzehnte lang prägte er als künstlerischer Leiter den Standort – und machte ihn zu einem der bedeutendsten Musikzentren Europas. Respekt! Die Zahlen können sich sehen lassen. Die historische Reitschule wurde zwischen Herbst 2024 und Frühjahr 2026 komplett modernisiert. Im Obergeschoss entstand der neue Kammermusiksaal mit bis zu 500 Plätzen und sensationeller Akustik. Das Erdgeschoss wurde zu einem großzügigen Foyer- und Begegnungsbereich umgebaut. Gesamtkosten: Satte 16 Millionen Euro – getragen vom Land NÖ, dem Bund, der Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft sowie Sponsoren und privaten Förderern. Der Meister selbst eröffnete den Abend musikalisch – gemeinsam mit dem Steude Quartett und Sopranistin Camilla Nylund. Auf dem Programm: Beethoven, Strauss, Schubert und Dvorak. Danach fand Buchbinder bewegende Worte: "Dass einem zu Lebzeiten ein Saal der Musik geschenkt wird, lässt mich grosse Demut und Dankbarkeit empfinden." Sein Dank galt Mikl-Leitner – und auch Altlandeshauptmann Erwin Proll: "Ohne dessen Mut und Unerschütterlichkeit gäbe es Grafenegg heute nicht."