Rekord-Preisgeld
Millionen-Poker um Alaba & Co.: Diese Prämien winken bei der WM
ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold bestätigte die Einigung, hielt sich bei den Details jedoch bedeckt. Bekannt ist lediglich, dass – wie schon bei der EURO 2024 – ein leistungsbezogenes Modell vereinbart wurde. Bedeutet: Mit jedem Sieg und jeder überstandenen Runde steigt auch die Prämie für die Teamspieler. Damit ist der Millionen-Poker zwar abgeschlossen, die spannendste Frage bleibt aber offen: Wie viel kassieren David Alaba, Marcel Sabitzer und Co. bei einer erfolgreichen WM tatsächlich?
FIFA schüttet WM-Rekordprämien aus
"Ich bedanke mich bei den Spielern ausdrücklich für die konstruktiven Gespräche auf Augenhöhe", sagte Neuhold. Dass es dabei um beachtliche Summen geht, überrascht kaum. Schließlich setzt die XXL-WM 2026 nicht nur sportlich, sondern auch finanziell neue Maßstäbe. Insgesamt schüttet die FIFA 871 Millionen US-Dollar an Preisgeldern aus – so viel wie nie zuvor.
Für den ÖFB ist bereits ein Millionenbetrag garantiert. Allein die Qualifikation spült 12,5 Millionen US-Dollar beziehungsweise rund 10,7 Millionen Euro in die Kassen des Verbandes. Doch der große WM-Jackpot hat einen Haken: Erstmals nehmen 48 statt 32 Nationen teil, wodurch der Rekord-Geldtopf auf deutlich mehr Verbände verteilt werden muss. Richtig lukrativ wird das Turnier für Österreich daher erst, wenn Alaba, Sabitzer und Co. auch sportlich liefern und zumindest die K.-o.-Phase erreichen. Eines stellt der ÖFB jedoch schon jetzt klar: Ein Verlustgeschäft wird die Reise nach Nordamerika keinesfalls.
DFB-Stars cashen bis zu 500.000 Euro
Allerdings verschwindet ein beträchtlicher Teil der FIFA-Millionen schneller, als viele vermuten. Langstreckenflüge, Teamquartiere, Organisation, Sicherheit und nicht zuletzt die Spielerprämien verschlingen einen erheblichen Teil der Einnahmen. Der Gewinn, der am Ende übrig bleibt, wird jedoch nicht ausschließlich beim Verband landen. Der ÖFB-Aufsichtsrat hat bereits beschlossen, einen möglichen Überschuss aus der WM-Teilnahme auch an die Landesverbände und die Bundesliga weiterzugeben.
Während Österreich bei den Prämien konsequent auf Verschwiegenheit setzt, geht man in Deutschland deutlich offensiver mit dem Thema um. Dort wurde bereits angekündigt, dass die Nationalspieler im Erfolgsfall mit Rekordzahlungen rechnen dürfen. "Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, gibt es mehr als in Katar, weil deutlich mehr reinkommt", erklärte DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig. Bei der WM 2022 hätten die deutschen Spieler im Falle des Titelgewinns jeweils 400.000 Euro erhalten, für einen Triumph in Nordamerika sollen Medienberichten zufolge sogar 500.000 Euro pro Spieler vorgesehen sein.
Bis zu 9,2 Millionen Euro im Topf
Ganz im Dunkeln tappt man allerdings nicht. Laut einem Bericht des "Kicker" sollen sich ÖFB und Nationalteam auf ein leistungsabhängiges Modell geeinigt haben, das im Idealfall ein Gesamtvolumen von bis zu 9,2 Millionen Euro für die Mannschaft erreichen könnte.
Ob diese Summe jemals fällig wird, entscheidet sich nun auf dem Platz. Klar ist jedenfalls: Je weiter Österreich bei der WM kommt, desto größer wird nicht nur der sportliche Erfolg – sondern auch der finanzielle Gewinn für die Spieler. Für Alaba, Sabitzer und Co. geht es in Nordamerika also nicht nur um Ruhm und ein mögliches Fußball-Märchen, sondern auch um einen Millionen-Jackpot, dessen genaue Höhe weiterhin eines der bestgehüteten Geheimnisse des österreichischen Fußballs bleibt.