Toto Wolff will an eines der wichtigsten Gesetze der Formel 1 ran: die Budgetobergrenze. Der Mercedes-Teamchef fordert mehr Spielraum bei den Gehältern, damit die Rennställe ihre besten Mitarbeiter halten können. Statt Millionen in neue Frontflügel zu stecken, soll mehr Geld bei Ingenieuren und Spezialisten landen. Doch der Vorschlag des Wieners birgt Zündstoff. Während finanzstarke Teams wie Mercedes höhere Gehälter stemmen könnten, wären kleinere Rennställe womöglich im Nachteil.
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Wolff warnt vor Verlust der besten Köpfe
"Wir waren immer ein Sport, der die besten Talente angezogen hat", erklärte Wolff bereits bei der FIA-Pressekonferenz in Singapur.
Doch inzwischen locken Banken, Hedgefonds und Technologiekonzerne Top-Ingenieure mit besseren Gehältern. Wolff warnte, dass die Rennställe ihre Spezialisten auf Dauer nicht halten könnten, wenn die Bezahlung weiter hinter anderen Branchen zurückbleibt.
Millionen für Mitarbeiter statt Frontflügel
Sein Plan: Die Teams sollen bei bestimmten Gehältern mehr ausgeben dürfen, ohne dafür bei der Entwicklung ihrer Autos sparen zu müssen.
Der Haken: Nicht jeder Rennstall kann sich das leisten. "Ein kleineres Team wird nicht begeistert davon sein, wenn wir fünf Millionen mehr innerhalb der Budgetobergrenze für promovierte Mitarbeiter ausgeben dürfen", räumte Wolff ein.
Genau solche finanziellen Unterschiede sollte die Budgetgrenze eigentlich eindämmen.
Williams fordert Sondermillionen – Wolff blockt
Williams-Teamchef James Vowles will ebenfalls mehr finanziellen Spielraum. Allerdings für etwas anderes: Schwächere Rennställe sollen zusätzlich in Fabriken, Maschinen und Simulatoren investieren dürfen.
Wolff lehnt eine Bevorzugung nach WM-Platzierung ab. Bei einer künstlichen Angleichung der Leistungsfähigkeit sehe er sogar "rot". Schließlich dürfen schlechter platzierte Teams bereits länger im Windkanal und mit Computersimulationen entwickeln.
McLaren-Boss hält dagegen
Unterstützung bekommt Wolff von McLaren-Chef Zak Brown. Der verweist auf die WM-Erfolge seines Teams trotz Kundenmotor und kleinerer Infrastruktur.
"Wir haben einen Kundenmotor und all diese Dinge, von denen es über Jahre hinweg hieß, damit könne man keine Weltmeisterschaft gewinnen. Und wir haben es trotzdem geschafft", sagte Brown