Rückzug

Millionenpleite: Pizza-Kette schließt alle Filialen

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Die italienische Kette zieht sich aus Österreich zurück.
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Die italienische Pizzeria-Kette Rossopomodoro zieht sich nach nur kurzer Zeit wieder aus Österreich zurück. Die Betreibergesellschaft Polparossa Due GmbH hat am Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Betroffen sind die beiden Standorte in den Designer Outlet Centern in Parndorf und Wals-Himmelreich bei Salzburg. 24 Mitarbeiter sind betroffen

Das Unternehmen wurde erst im März 2024 gegründet. Ende 2024 eröffnete das erste Restaurant in Salzburg, wenige Monate später folgte ein weiterer Standort in Parndorf. Die Hoffnung, die bekannte italienische Marke erfolgreich in Österreich zu etablieren, erfüllte sich jedoch nicht.

Zu wenig Kunden

Als Hauptursache für die Insolvenz nennt die Geschäftsführung die deutlich hinter den Erwartungen gebliebenen Besucherzahlen. Trotz der stark frequentierten Outlet-Center seien zu wenige Gäste gekommen. Gleichzeitig belasteten hohe Mietkosten, Marketingabgaben, Betriebskosten und Personalausgaben die Bilanz. Innerhalb von weniger als zwei Jahren häuften sich Verluste von rund 900.000 Euro an.

Noch Anfang des Jahres gab es Bemühungen, die Restaurants zu retten. Der italienische Franchisegeber Sebeto S.p.A., der europaweit rund 100 Rossopomodoro-Restaurants betreibt, prüfte sogar eine vollständige Übernahme der österreichischen Gesellschaft. Voraussetzung wären jedoch deutlich niedrigere Miet- und Nebenkosten gewesen. Nach Verhandlungen mit dem Outlet-Betreiber zog sich Sebeto Anfang Juni überraschend aus den Plänen zurück.

Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich laut Insolvenzantrag auf rund 2,45 Millionen Euro. Davon entfallen mehr als 1,1 Millionen Euro auf ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen. Eine Fortführung des Betriebs ist nicht vorgesehen. Die Restaurants sollen geschlossen werden, da laut Geschäftsführung keine realistische Chance besteht, die Standorte künftig wirtschaftlich zu betreiben.