Schiffsunglück
Fähre mit 270 Menschen kentert vor Zypern - Mindestens 7 Tote
Das Unglück ereignete sich vor der Küste von Nordzypern. Die Fähre war von Kyrenia, dem türkisch Girne genannten Hafen, in Richtung der südtürkischen Stadt Mersin unterwegs.
Kurz nach dem Auslaufen drang laut den Behörden plötzlich Wasser in das Schiff ein. Ein Notruf wurde abgesetzt, wenig später kenterte der Katamaran.
Auf Aufnahmen türkischer Medien sind Menschen mit Rettungswesten zu sehen, die auf ihre Bergung warten. Über dem Unglücksort kreiste ein Hubschrauber.
Sieben Menschen tot
Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf mindestens sieben gestiegen. Zudem werden noch 23 Menschen vermisst, während 237 Personen gerettet werden konnten. Das teilte der zyprische Präsident Tufan Erhürman dem Sender CNN Türk mit. Die Rettungskräfte setzen die Suche nach den Vermissten weiter fort.
Insgesamt befanden sich laut Verkehrsminister Erhan Arıklı 267 Menschen an Bord – 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.
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Große Rettungsaktion läuft
Die Küstenwache und weitere Rettungsteams sind weiterhin im Einsatz. Auch die türkische Küstenwache unterstützt die Bergungsarbeiten.
Die See war zum Zeitpunkt des Unglücks Medienberichten zufolge stürmisch. Wie genau es dazu kam, dass die Fähre kurz nach dem Start Wasser aufnahm und schließlich kenterte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Zypern ist seit Jahrzehnten geteilt
Das Unglück ereignete sich vor dem von der Türkischen Republik Nordzypern kontrollierten Teil der Insel.
Zypern ist seit 1974 faktisch geteilt. 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen, die international nur von der Türkei anerkannt wird. Die Europäische Union nahm Zypern 2004 als Ganzes in die EU auf.