Star-Koch bleibt
Mitarbeiter geschlagen: "Bestes Restaurant der Welt" kehrt zurück!
Mehr als 30 ehemalige Mitarbeiter hatten Redzepi und weiteren Vorgesetzten schwere Vorwürfe gemacht. Zwischen 2009 und 2017 soll es im Restaurant zu körperlichen und psychischen Übergriffen gekommen sein.
Redzepi soll demnach unter anderem seine Mitarbeiter geschlagen, mit Küchenutensilien gestochen und gegen Wände geschleudert haben. Zudem wurde ihm vorgeworfen, Beschäftigten mit Konsequenzen für ihre berufliche Zukunft gedroht zu haben.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog sich Redzepi als Küchenchef zurück. In einem Interview räumte er Fehler ein und bezeichnete sich selbst als "Idiot". Zugleich erklärte er, nicht alle Details der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wiederzuerkennen.
Restaurant startet komplett neu
Nun öffnet das weltberühmte Restaurant wieder dauerhaft seine Türen. Redzepi steht dabei nicht mehr selbst am Herd. Stattdessen übernimmt er die Rolle des Creative Directors. Die Küche wird künftig von Pablo Soto und Mette Brink Sørberg geleitet. Auch die Arbeitsabläufe sollen sich grundlegend verändern.
Statt drei festgelegter saisonaler Menüs soll es künftig laufende Veränderungen geben. Dadurch sollen die Abläufe weniger monoton und stressig werden. Auch aufwendige Arbeiten sollen stärker auf mehrere Mitarbeiter verteilt werden.
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Vom Kult-Restaurant zum Neustart
Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat "Noma" zahlreiche Veränderungen erlebt und wurde zu einem der bekanntesten Restaurants der Welt. Berühmt wurde das Lokal für außergewöhnliche Gerichte und ungewöhnliche Zutaten. Doch der aktuelle Neustart ist ein anderer: "Noma" kehrt ohne seinen Starkoch in der Küche und ohne Michelin-Sterne zurück.
Damit steht das Restaurant vor der schwierigen Aufgabe, nach den Vorwürfen eine neue Arbeitskultur zu etablieren – und gleichzeitig seinen Ruf als Gourmettempel zu bewahren.
Denn die Zeiten, in denen ein cholerischer Starkoch als Teil des Küchen-Mythos galt, scheinen sich zu ändern. Brutale Ausraster und Demütigungen werden immer weniger als "harte Schule" akzeptiert. Jetzt muss "Noma" zeigen, ob der Neustart tatsächlich mehr ist als ein neues Konzept auf dem Papier.