Für Aufsehen sorgte die Szene im Halbfinale gegen Novak Djokovic – im zweiten Satz, beim Stand von 5:7, 3:5. Ein Ball sprang von der Wand hinter Medwedew zurück, der Russe reagierte instinktiv und schlug ihn mit der Rückhand zurück ins Publikum. Dabei traf er einen Zuschauer direkt am Auge. Der Mann hatte sofort sichtbar Schmerzen und musste aus dem Stadion begleitet werden.
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Für Medwedew hatte der Zwischenfall sportliche Konsequenzen: Der Russe wurde nach dem Eklat disqualifiziert. Die Enttäuschung über den Ausgang des Matches dürfte dabei allerdings schnell in den Hintergrund gerückt sein. Denn unmittelbar danach zeigte sich Medwedew betroffen und entschuldigte sich öffentlich. "Es tut mir schrecklich leid für den Zuschauer. Ich versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen, falls er das möchte", sagte der 29-Jährige.
Nun folgten seinen Worten Taten. Der Zuschauer nahm das Angebot offenbar an, der Weltranglisten-Sechste besuchte ihn im Spital und entschuldigte sich persönlich für den unglücklichen Treffer. Doch damit nicht genug: Der Tennis-Star brachte einen Schläger als besonderes Zeichen seiner Reue mit. Auf dessen Griff steht die handgeschriebene Botschaft: "Es tut mir leid."
»Dämonen kommen raus, wenn ich Tennis spiele«
Zum Glück kam der Fan glimpflich davon. Nach ersten Angaben wurde er bei dem Treffer nicht schwerer verletzt und dürfte sich schon bald wieder vollständig erholen. Für Medwedew bleibt der Vorfall dennoch eine unangenehme Erinnerung – zumal er selbst weiß, dass seine Emotionen auf dem Tennisplatz immer wieder mit ihm durchgehen.
Schon vor einigen Jahren sprach der Russe offen über seine beiden Seiten: "Ich kann nur sagen, dass ich im normalen Leben ein wirklich ruhiger Mensch bin. Ich habe tatsächlich keine Ahnung, warum meine Dämonen herauskommen, wenn ich Tennis spiele."