Spanien wehrt sich

Nach Bestechung: Streit um WM-Finale 2030 entbrennt

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Spanien hat Gerüchten über eine mögliche Austragung des Endspiels der WM 2030 in Marokko eine klare Absage erteilt.
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"Wir werden weiter daran arbeiten, denn wir wollen - und es muss so sein -, dass das WM-Finale in Spanien stattfindet", sagte Spaniens Sportministerin Milagros Tolón dem Radiosender Cadena Ser. Die "Times" hatte berichtet, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino Marokko die Austragung des 2030 versprochen habe, damit das Land seine Wiederwahl unterstütze.

Der Fußball-Weltverband dementierte den Bericht der britischen Zeitung. "Ich bin überzeugt, dass die FIFA Spanien als Austragungsort des Finales auswählen wird", sagte Tolón dem Sender. Als amtierender Weltmeister der Männer und der Frauen habe ihr Land sportlich großes Gewicht.

Santiago Bernabéu vs. Hassan II Stadion

Zudem verfüge Spanien über viel Erfahrung in der Organisation sportlicher als auch anderer Großveranstaltungen, biete eine moderne Infrastruktur und ein sicheres Umfeld. Das Endspiel könnte im Stadion Bernabéu von Real Madrid oder im Camp Nou des FC Barcelona stattfinden.

Die "Times" hatte am Mittwoch berichtet, dass nach dem Willen Infantinos das Finale im Hassan II Stadion mit 115.000 Plätzen in Casablanca stattfinden solle, das sich zurzeit im Bau befindet. Das wäre ein Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den vergangenen Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte.

FIFA dementiert die Vorwürfe

Die FIFA hatte den Medienbericht dementiert. "Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der FIFA-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der FIFA zu gegebener Zeit getroffen", teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.

Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Zudem ist jeweils ein Eröffnungsspiel in den südamerikanischen Ländern Argentinien, Paraguay und Uruguay geplant.