Waldbrand-Athen

Nach Feuer-Hölle: Drei Verdächtige in U-Haft

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Nach dem schweren Waldbrand nahe der griechischen Hauptstadt Athen sind der Chef einer Elektro-Installationsfirma, ein weiterer Unternehmer und der Betreiber eines Windparks wegen des Verdachts der Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen worden.
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Den Verdächtigen werde auch Sachbeschädigung an Versorgungseinrichtungen vorgeworfen, berichteten griechische Medien am Freitag. Ihnen drohen bei einer Verurteilung mehr als zehn Jahre Haft.

Die Installationsfirma eines der Verdächtigen steht demnach in Verbindung mit einem Windpark in der Brandregion. Ersten Ermittlungen zufolge war der Waldbrand westlich von Athen am Freitag vergangener Woche von Funkenflug an Stromkabeln nahe dem Badeort Agios Vassilios 85 Kilometer nordwestlich von Athen ausgelöst worden.

Große Zerstörung verursacht

Starker Wind fachte die Flammen an, mehr als 10.000 Hektar Vegetation gingen in Flammen auf, mehr als 120 Gebäude im Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth wurden beschädigt. Etwa 40 Gebäude wurden von Experten als abrissreif eingestuft, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete. Dutzende weitere seien vorerst unbewohnbar.

Höchste Waldbrand-Alarmstufe

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Dem Eigentümer des Windparks wird vorgeworfen, die Vegetation nicht gerodet zu haben. ANA zufolge war bereits am 27. Juni an derselben Stromleitung ein Brand ausgebrochen. ANA meldete am Freitag, die Behörden hätten beschlossen, den Windpark an der Grenze zwischen den Regionen Böotien und Attika vorübergehend stillzulegen.

Unterdessen herrscht in Griechenland weiterhin höchste Waldbrand-Alarmstufe. Allein zwischen Mittwoch und Donnerstag brachen laut Feuerwehr 44 neue Brände in Wäldern und auf Feldern aus.