Safaripark-Tragödie
Nach Leoparden-Attacke: Tierpflegerin im Spital verstorben
Das Unglück ereignete sich im bekannten Safaripark Beekse Bergen in Hilvarenbeek. oe24 berichtete über den Vorfall. Die Tierpflegerin war gerade mit der Betreuung von zwei männlichen Persischen Leoparden beschäftigt, als es zu dem verhängnisvollen Angriff kam. Wegen des heraufziehenden Sturms "Austen" und des schlechten Wetters wurden die Raubtiere an diesem Vormittag im Innenbereich gehalten.
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Normalerweise gilt in modernen Zoos ein strenges Sicherheitsprotokoll, das Pfleger und Großkatzen räumlich strikt voneinander trennt. Aus bisher ungeklärter Ursache befand sich die Frau jedoch in dem Gehegeteil, zu dem auch die Raubkatzen Zugang hatten. Da im Innenbereich keine Überwachungskameras installiert sind, lässt sich der genaue Moment des Angriffs vorerst nicht visuell rekonstruieren.
Dramatischer Hilferuf über das Funkgerät
Die Rettungskette wurde erst in Gang gesetzt, als Kollegen über das interne Funkgerät die Verzweiflungsschreie der Mitarbeiterin hörten. Sie eilten sofort zum Gehege und fanden die lebensgefährlich verletzte Frau vor:
- Verletzungen: Die Pflegerin erlitt massive Traumata im Kopf- und Nackenbereich.
- Notfallrettung: Sie wurde nach der Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber direkt in eine Spezialklinik geflogen.
- Medizinische Notoperation: Im Spital unterzog sich die Patientin umgehend einer Notoperation.
- Traurige Gewissheit: Trotz aller intensivmedizinischen Bemühungen verstarb sie am Dienstag an den verheerenden Folgen der Attacke.
Die Betroffenheit im gesamten Team ist enorm. Die Frau war fast 40 Jahre lang im Safaripark Beekse Bergen beschäftigt und hatte dort bereits in jungen Jahren ihren Dienst angetreten. Bis auf wenige kurze Unterbrechungen widmete sie nahezu ihr gesamtes Berufsleben den Tieren des Parks.
Raubkatze wird nicht eingeschläfert
Der Leiter der Tierpflege im Safaripark, Martin van Hees, stellte klar, dass das beteiligte Tier keine Konsequenzen zu befürchten hat: "Wir werden dem Leoparden nichts tun. Er saß einfach in seinem Gehege und tat das, was er tut. Das Tier kann nichts dafür." Es bleibt bis dato unklar, welches der beiden männlichen Tiere die Pflegerin attackierte.
Ein Sprecher des Tierparks betonte gegenüber dem Sender Omroep Brabant, dass die Persischen Leoparden ihrem natürlichen Instinkt gefolgt seien: "Sie sind und bleiben Raubtiere." Im Normalfall seien Mensch und Tier ausnahmslos voneinander getrennt. In diesem speziellen Fall sei jedoch etwas grundlegend anders abgelaufen, als es die Vorschriften vorgeben.
Unabhängige Untersuchung zur Unglücksursache
Um die exakten Umstände des Todesfalls lückenlos aufzuklären, wurde nun eine unabhängige behördliche Untersuchung eingeleitet. Die Leitung des Tierparks sicherte den Ermittlern die volle Kooperation zu. Gleichzeitig kümmert sich ein Krisenteam um die geschockte Belegschaft sowie die Familie der Verstorbenen: Man sei zutiefst betrübt und setze alles daran, die Hinterbliebenen und Kollegen in dieser schweren Zeit bestmöglich zu unterstützen.