Das Unglück ereignete sich am Samstagvormittag gegen 11.00 Uhr im Safaripark Beekse Bergen nahe Hilvarenbeek in der Provinz Nordbrabant. Einsatzkräfte und Rettungsteams wurden unmittelbar nach Bekanntwerden des Zwischenfalls alarmiert und rückten mit einem Großaufgebot an. Neben mehreren Rettungswagen wurde auch ein Notarzthubschrauber zum Tierpark entsandt, um die Erstversorgung der Schwerverletzten sicherzustellen.
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Die Verunglückte wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen direkt in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert und dort unverzüglich auf den Operationstisch gebracht. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Angehörigen der Pflegerin bereits informiert. Trotz des operativen Eingriffs stuften die Mediziner die Situation der Patientin auch Stunden danach als weiterhin kritisch und besorgniserregend ein.
Kollegin eilte nach Hilferufen zur Rettung
Wie ein Sprecher des Safariparks gegenüber dem Sender Omroep Brabant bestätigte, waren zu keinem Zeitpunkt Parkbesucher in Gefahr oder direkt an dem Vorfall beteiligt. Die Attacke spielte sich komplett hinter den Kulissen im Tiergehege ab:
- Die betroffene Pflegerin war zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit einer Arbeitskollegin im Einsatz.
- Diese zweite Mitarbeiterin befand sich außerhalb des Geheges, hörte plötzlich die lauten Hilferufe und eilte sofort herbei, um Beistand zu leisten.
- Weitere Kollegen eilten hinzu und fanden das Opfer im Panthergehege vor, woraufhin umgehend Parkalarm ausgelöst wurde.
- Für die Ersthelferin wurde aufgrund des schwerwiegenden Traumas eine professionelle psychologische Betreuung (Opferhilfe) eingerichtet.
Die attackierte Pflegerin gilt als äußerst routiniert: Sie arbeitet laut Berichten von Omroep Brabant bereits seit 25 Jahren in der Belegschaft des Safariparks Beekse Bergen.
Zwei Raubkatzen im Park: Ablauf noch unklar
Im Safaripark Beekse Bergen leben insgesamt zwei Persische Leoparden, eine Unterart des Leoparden, die in freier Wildbahn stark gefährdet ist. Wie es zu der verhängnisvollen Begegnung zwischen dem Raubtier und der Mitarbeiterin kommen konnte, ist Gegenstand laufender Prüfungen. Unklar ist bislang auch, welches der beiden im Gehege gehaltenen Tiere für die Attacke verantwortlich war.
Sicherheitsvorkehrungen in Wildparks sehen für gewöhnlich strenge Schleusensysteme vor, die direkten Kontakt zwischen Mensch und Raubkatze verhindern sollen. Warum sich die Pflegerin zur selben Zeit wie das Tier im Gehege befand, konnte die Parkleitung am Samstag noch nicht abschließend aufklären.
Parkleitung stellt klar: Keine Konsequenzen für den Panther
Trotz der schweren Verletzungen der Mitarbeiterin wird der beteiligte Leoparden nicht eingeschläfert oder aus dem Park entfernt. Dies stellte das Management der zoologischen Einrichtung ausdrücklich klar.
Der Leiter von Beekse Bergen verteidigte das Verhalten des Tiers gegenüber Omroep Brabant mit deutlichen Worten: "Die hat einfach in ihrem Gehege gesessen und getan, was sie tat. Das Tier kann schließlich nichts dafür." Für die Parkleitung handle es sich um das natürliche Instinktverhalten einer Großkatze, nicht um eine bösartige Fehlverhalten. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Arbeitsunfalls dauern an.
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