Konsequenz

Nach Starmer-Beben: EU sagt Gipfel ab

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EU-Ratspräsident Antonio Costa hat das im Juli geplante Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien verschoben.
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Grund dafür ist der angekündigte Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer. "Jetzt müssen wir es auf jeden Fall verschieben, aber wir prüfen die Optionen für diesen Gipfel erneut", sagte Costa am Montag vor Journalisten in Brüssel. Das Treffen war für den 22. Juli geplant.

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Bei dem Treffen sollte die Ausgestaltung der weiteren Beziehungen des Vereinigten Königreichs zur EU zehn Jahre nach dem Brexit beraten werden. Costa äußerte die Hoffnung, dass Starmers Nachfolger den Kurs einer Annäherung fortsetzen werde. "Mein Wunsch ist, dass sein Nachfolger die Kontinuität auf diesem Weg zur Neugestaltung unserer Beziehungen zum Vereinigten Königreich wahrt", erklärte er. Starmer hatte seinen Rücktritt am Vormittag wegen der anhaltend schlechten Umfragewerte angekündigt. Starmer war seit 2024 im Amt. Seine Nachfolge soll bis September geklärt sein.

Starmer noch in Berlin und Ankara erwartet

Die EU-Kommission in Brüssel erklärte, die Beziehungen zum Vereinigten Königreich seien und blieben eng. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen würdigte die Arbeit Starmers. Viele Regierungschefs bräuchten Jahre, um zu dem Staatsmann heranzureifen, der Starmer in nur zwei Jahren geworden sei, schrieb von der Leyen auf der Plattform X. Die europäische und die ukrainische Sicherheit seien durch sein Wirken gestärkt worden. In seiner Amtszeit hatte Starmer eine engere Partnerschaft mit der EU angestrebt.

Unterstützung der Ukraine

Bei einem für Mittwoch geplanten Treffen der sogenannten E5-Gruppe zur Unterstützung der Ukraine in Berlin soll Starmer laut Angaben der deutschen Bundesregierung noch als Vertreter Großbritanniens erwartet werden. Bei dem Treffen soll es auf Einladung des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz um die Nachbereitung des G7-Gipfels und des EU-Gipfels gehen. Laut britischen Medienberichten wird Starmer zudem noch beim NATO-Gipfel am 7. Juli in der Türkei erwartet.