Erst Lindsey Vonn, jetzt Norwegens Ski-Elite. Aksel Lund Svindal (43) hat einen neuen Job – und ausgerechnet Österreichs Riesentorlauf-Asse bekommen es mit seinem neuen Team zu tun. Der zweifache Olympiasieger verstärkt den norwegischen Trainerstab und soll vor allem die Technikspezialisten um Henrik Kristoffersen, Atle Lie McGrath und Timon Haugan unterstützen. Schon beim Weltcup-Auftakt in Sölden am Wochenende ist Svindal dabei.
Auch interessant
Ski-Stars holten Svindal zurück
Bemerkenswert: Die Initiative ging aus der Mannschaft selbst hervor. Im Sommer traten Athleten und Trainer an Svindal heran, um ihn für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.
"Ich war ja selbst über viele Jahre Teil einer solchen Mannschaft", erklärte der ehemalige Speed-Star gegenüber dem norwegischen Rundfunk NRK. Seine Erfahrung aus 36 Weltcupsiegen, fünf WM-Titeln und zwei Olympiasiegen soll nun den Technikfahrern helfen.
Norwegens Alpinchef Claus Ryste setzt vor allem auf Svindals Blick für Details. "Aksel ist ein guter Analytiker, das hat er als Athlet und als Trainer von Lindsey bewiesen", sagte Ryste.
Kein Vollzeitjob für den Ex-Champion
Svindal wird allerdings nicht bei jedem Rennen an der Strecke stehen. Seine Aufgabe ist flexibel angelegt, die genaue Aufteilung wird noch abgestimmt.
Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, möchte der 43-Jährige nicht ständig mit dem Weltcup-Tross reisen. Auch die Zeit mit seiner Familie spielt bei der Planung eine Rolle.
Zunächst liegt sein Schwerpunkt auf Slalom und Riesentorlauf. Später soll er auch die norwegischen Speedfahrer unterstützen.
Nach Vonn-Comeback zurück im Nationalteam
Zuletzt hatte Svindal US-Superstar Lindsey Vonn bei ihrer Rückkehr in den Weltcup begleitet. Er arbeitete als Trainer und Berater an ihrer Seite. Nach Vonns schwerem Sturz bei den Olympischen Winterspielen in Italien endete die Zusammenarbeit im April.
Jetzt wartet auf Svindal eine andere Aufgabe. Am Sonntag (10 und 13 Uhr, live ORF 1) treffen seine norwegischen Schützlinge beim Riesentorlauf in Sölden auf Österreichs Hoffnungsträger Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner sowie den Schweizer Topfavoriten Marco Odermatt.