Rudi Völler rechnet mit einer schnellen Rückkehr von Julian Nagelsmann auf die Trainerbank. Der ehemalige Bundestrainer dürfte nach Einschätzung des DFB-Sportdirektors nicht lange ohne Verein bleiben. Gleichzeitig mehren sich die Spekulationen über mögliche neue Ziele – darunter auch zwei deutsche Champions-League-Klubs.
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"Wir haben einige Male telefoniert. Julian wird ein bisschen durchatmen, zur Ruhe kommen. Und dann wird er schnell wieder eine absolute Top-Mannschaft übernehmen, da habe ich keine Zweifel. Er ist ein exzellenter Trainer", sagte Völler der "Bild".
Nagelsmann und der DFB hatten sich nach dem enttäuschenden WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay getrennt. Nun steht der 39-Jährige vor der Rückkehr in den Vereinsfußball. Auch Matthias Sammer hält ihn für einen naheliegenden Kandidaten für einen Topklub. "Wenn ich in einer verantwortlichen Position wäre und mich damit auseinandersetzen müsste, dass ich einen Trainer brauche, würde ich mich intensiv mit ihm beschäftigen. Aber mit keinem anderen von ihm rundherum. Nur mit ihm", sagte Sammer bei Sky.
Dabei könnten insbesondere RB Leipzig und Borussia Dortmund interessant werden. In Leipzig ist Nagelsmann kein Unbekannter. Von 2019 bis 2021 trainierte er RB, ehe er vorzeitig zum FC Bayern München wechselte.
Rückkehr nach Leipzig
An seine Zeit in Leipzig denkt Nagelsmann bis heute positiv zurück. "Ich hatte eine überragende Zeit hier. Ich habe es geliebt, hier Trainer zu sein", sagte er bei einem späteren Besuch. Seine Zeit beim Klub bezeichnete er als "wunderschön", auch wenn sie nach nur zwei Jahren endete.
Auch RB-Boss Oliver Mintzlaff bedauerte den damaligen Abschied. "Ich habe schon oft an Julian gedacht und mir gedacht, 'Mensch wäre er doch bloß bei uns geblieben'", sagte Mintzlaff 2024. Mit Nagelsmann hätte Leipzig seiner Ansicht nach möglicherweise "noch mehr erreicht" und vielleicht sogar um die deutsche Meisterschaft gespielt.
Ob es tatsächlich zu einer Rückkehr nach Leipzig kommt oder Nagelsmann bei einem anderen Topklub anheuert, ist derzeit offen. Fest steht lediglich: Nach dem Ende seiner Zeit beim DFB dürfte der Trainer schon bald wieder auf der großen Fußballbühne auftauchen.