Ohne Warnlicht

Meta-Hammer: Neue KI-Brille soll heimlich filmen

© Getty Images for Meta
Laut einem Bericht arbeitet der Tech-Konzern Meta an einer Datenbrille, die ihre Umgebung dauerhaft beobachten könnte – und zwar ohne das bisher übliche Warnlicht.
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Die sogenannte "Super Sensing"-Brille soll mithilfe künstlicher Intelligenz den Alltag ihres Trägers laufend erfassen. Geplant ist, dass das Gerät regelmäßig Fotos aufnimmt und Umgebungsgeräusche sowie Gespräche analysiert. Ziel ist es, dass die KI später Fragen wie "Wo habe ich meine Schlüssel hingelegt?" oder "Mit wem habe ich heute gesprochen?" beantworten kann.

Warnlicht könnte wegfallen

Besonders brisant: Es wird intern darüber nachgedacht, das LED-Warnlicht bei bestimmten automatischen Aufnahmen nicht mehr zu aktivieren. Bisher signalisiert die Leuchte anderen Personen, dass die Brille gerade Fotos oder Videos aufnimmt. Datenschützer befürchten, dass Menschen künftig unbemerkt aufgezeichnet werden könnten.

Datenschützer schlagen Alarm

Die Pläne stoßen deshalb schon jetzt auf massive Kritik. Experten warnen vor möglichen Verstößen gegen Datenschutz- und Biometriegesetze. Gerade weil die Brille äußerlich kaum von einer normalen Sonnenbrille zu unterscheiden wäre, könnten andere Personen oft gar nicht erkennen, dass sie möglicherweise aufgenommen werden.

Mark Zuckerberg, der Gründer von Meta. © Getty Images

Meta beschwichtigt

Meta betont, dass es sich derzeit um ein Entwicklungsprojekt handelt und noch keine Entscheidung über eine Markteinführung gefallen sei. Der Konzern verweist außerdem darauf, dass die aktuellen KI-Brillen grundsätzlich über ein LED-Licht verfügen, das anzeigt, wenn Bilder oder Videos aufgenommen werden. Ob die neuen Funktionen tatsächlich in einem späteren Produkt landen, ist derzeit noch offen.