Tormann-Diskussion
Neuer-Streit: Legende geht auf Nagelsmann los
Neuer konnte am Samstag beim Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft teilnehmen und wird aller Voraussicht nach am Sonntag im Tor stehen.
Die wochenlangen Schlagzeilen über die Rückkehr von Manuel Neuer in das Tor der deutschen Nationalmannschaft reißen kurz vor dem WM-Auftakt nicht ab. Für heftige Kritik sorgt vor allem der Umgang von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Keeper Oliver Baumann, der nun als Nummer zwei beim Turnier dabei ist. Ex-Profi Stefan Effenberg bezeichnete die gesamte Torhüter-Thematik sowie den Umgang mit dem TSG-Keeper in seiner Kolumne bei "t-online" als absolutes Unding. Auf eine kürzliche Frage, wo er die größte Baustelle in der deutschen Mannschaft sehen würde, antwortete Effenberg klar: im Tor.
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Große Baustelle vor WM-Start
Das endlose Hin und Her sowie die Diskussionen und Spekulationen um das Comeback von Manuel Neuer in den vergangenen Wochen und Monaten sind für Effenberg unverständlich. Kaum stand die Entscheidung fest, fiel Neuer verletzt für das DFB-Pokalfinale aus und hat seitdem kein einziges Spiel mehr absolviert. Dass der unwürdig degradierte Oliver Baumann jetzt in den letzten Testspielen einspringen musste und wie gewohnt gut gehalten hat, ändert an Nagelsmanns Planungen nichts. Der Bundestrainer will, wenn nötig, bis zur allerletzten Sekunde warten, ob Neuer fit wird. Eine derartig lange Unklarheit dürfe sich ein Team bei einer Weltmeisterschaft jedoch nicht leisten. Für Effenberg ist das Vorgehen der Gipfel, wobei sich Baumann auch komisch fühlen müsse.
Baumann spricht über Degradierung
Angesprochen auf die Degradierung äußerte sich der 35-jährige TSG-Keeper vergangene Woche sehr offen gegenüber RTL und gab zu: "Anfangs war es natürlich hart. Das war nicht ganz cool, von meinem Gefühl her." Allerdings sei ihm sofort bewusst gewesen, dass er für das Team da sein werde und mitgehe. Er habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht mitzukommen, da es auch für ihn eine WM sei, bei der er dabei sein und der Mannschaft helfen möchte. Das habe er bereits in der Qualifikation so kommuniziert. Für Fußballfans in Österreich, die das Turnier gespannt mitverfolgen, bleibt die Dynamik im deutschen Team eines der spannendsten Themen vor dem Turnierstart.
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Effenberg hat heftige Bauchschmerzen
Für den Experten steht fest, dass Deutschland eine selbstverschuldete Baustelle mit in die Fußball-Weltmeisterschaft nimmt. Er habe einfach Bauchschmerzen, wenn er auf diese Situation blicke. Das Schlimmste daran sei laut Effenberg, dass Nagelsmann und Neuer die Situation selbst zu verantworten haben und die Verantwortung tragen. Angesichts dieser Verhältnisse kann der ehemalige Nationalspieler nur noch mit dem Kopf schütteln.