Wasserkraft

Neues Kraftwerk liefert Strom für 700 Haushalte

© Wiener Wasser / Johannes Zinner
Wiener Wasser nimmt beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling im Juni das mittlerweile 17. Trinkwasserkraftwerk in Betrieb. Damit fließt künftig noch mehr saubere Energie durch das Wiener Stromnetz.

Das neue Kraftwerk nutzt den natürlichen Schwung des Wassers beim Herabfließen. Vier eingebaute Pumpen arbeiten als Turbinen und erzeugen die Energie. Falls es bei Wartungsarbeiten nötig ist, lässt sich das System flexibel umdrehen und befördert das Nass in höher gelegene Behälter. "Wien treibt die Energiewende voran, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Dazu nutzen wir jede erneuerbare Energiequelle, auch das Wiener Hochquellwasser", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).

Das Projekt gliedert sich perfekt in die Modernisierungen im Bezirk ein. "Die Trinkwasser-Infrastruktur in unserem Bezirk wird laufend saniert und ausgebaut. Damit ist die Versorgung für die Döblingerinnen und Döblinger langfristig gesichert", hebt Döblings Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) hervor.

Genug Energie für eine ganze Stadt

Mit allen bestehenden Trinkwasserkraftwerken zusammen erzeugt Wien bereits gewaltige Mengen an Energie. Die gesamte gewonnene Strommenge reicht aus, um eine Stadt in der Größe von Wiener Neustadt mit ihren rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern komplett zu versorgen. Weitere Kraftwerke am Rosenhügel befinden sich bereits in der Planungsphase. "Das mittlerweile 17. Trinkwasserkraftwerk ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir vorhandene Ressourcen intelligent nutzen können", sagt Neos-Energiesprecher Stefan Gara.

Sonne tanken auf Wasserbehältern

Neben der Wasserkraft setzt Wien massiv auf die Sonne. Auf den Dächern der Wasserbehälter entstehen laufend neue Photovoltaik-Anlagen. Nach Großprojekten in Unterlaa, Penzing und im niederösterreichischen Moosbrunn folgt heuer noch der nächste Streich. Bis zum Ende des Jahres soll auf dem Wasserbehälter Schafberg in Hernals eine weitere Anlage sauberen Strom liefern. "Die Produktion von klimafreundlichem Strom hat bei Wiener Wasser eine lange Tradition. Wir ruhen uns auf den bestehenden Anlagen aber nicht aus, sondern bauen unseren Beitrag zu klimafreundlichem Strom kontinuierlich aus", betont Paul Hellmeier, Chef von Wiener Wasser.