Braucht man künftig für eine Reise nach Barcelona eine Bewilligung? Glaubt man dem neuen Beauftragten für nachhaltigen Tourismus José Antonio Donaire kommt im nächsten Jahr eine Obergrenze.
Wie die "New York Times" berichtet kündigte Donair mit dem Motto "Nicht einen Touristen mehr" einen Kurswechsel an. Heißt: Im Vorjahr kamen 15,7 Millionen Menschen nach Barcelona - in den kommenden Jahren sollen es nicht mehr werden. "Wir wollen eine Obergrenze festlegen, statt unbegrenzt weiterzuwachsen", sagte er der "New York Times".
Überfüllte Straßen, teurere Mieten
Grund für die Obergrenze seien Beschwerden der Bewohner der schönen, spanischen Stadt am Meer. Viele klagen über steigende Mieten und überfüllte Verkehrsmittel.
Auch bei der Verteilung der Touristen soll sich einiges ändern. So kommen derzeit rund zwei Drittel der Besucher für Urlaub und Freizeit. Künftig sollen ein Drittel Geschäftsreisende, ein Drittel Kulturtouristen und ein Drittel Freizeittouristen kommen.
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10.000 weniger Unterkünfte bis 2028
Doch wie wird der Zustrom an Touristen künftig kontrolliert. Ein Ansatz ist etwa, dass bis 2028 weniger Ferienunterkünfte geben wird - so sollen rund 10.000 Wohnungen wieder normal vermietet werden. Dies wurde bereits 2024 beschloss von der Stadt beschlossen, dass keine neuen Genehmigungen mehr vergeben werden.
Weiters setzt Barcelona auf höhere Abgaben für Kreuzfahrtschiffe. Tagesgäste sollen durch teurere Gebühren abgeschreckt werden. Die Terminals für die Schiffe sollen von sieben auf fünf sinken, das entspricht einer Verringerung von 37.000 auf 31.000 Passagiere pro Tag.