Nach 0:3-Debakel

»Nicht wiederzuerkennen!«:  Italien rechnet mit Alaba ab

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Erstmals in der Startelf, zur Pause schon wieder draußen! David Alabas Premiere von Beginn an bei Udinese Calcio endete am Sonntag mit einer bitteren 0:3-Pleite gegen Lecce. Während die italienischen Gazetten den Auftritt des ÖFB-Stars kritisch bewerteten, nahm Trainer Kosta Runjaic seinen Neuling ausdrücklich aus der Schusslinie.
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Für David Alaba sollte es der nächste Schritt zurück auf die große Fußballbühne werden. Knapp einen Monat nach seiner Verpflichtung durfte der Ex-Real-Star erstmals von Beginn an für Udinese Calcio ran. Doch die Heimpremiere verlief alles andere als erhofft: Gegen Lecce gingen die Friauler mit 0:3 unter, Alaba musste bereits zur Halbzeit wieder vom Feld.

»Albtraum-Halbzeit«

Das Portal TUTTOmercatoWEB überschrieb seine Einzelkritik mit den Worten "Alaba irriconoscibile" – "Alaba nicht wiederzuerkennen". Auch Goal Italia zog eine ernüchternde Bilanz und bezeichnete die ersten 45 Minuten als "da incubo" – als "Albtraum". Dabei betonte der Bericht allerdings, dass die Hauptprobleme weniger bei Alabas persönlicher Leistung als vielmehr beim schwachen Auftritt der gesamten Mannschaft gelegen hätten.

Und tatsächlich: Sportlich lief für Udinese von Anpfiff weg vieles schief. Kialonda Gaspar brachte Lecce in der 11. Minute nach einem Eckball in Führung. In der 33. Minute legte Konan N’Dri nach einem weiteren Standard nach. Bitter: Beim zweiten Gegentreffer erwischte Alaba einen unglücklichen Moment und sprang unter dem Ball durch. Kurz darauf war sein Arbeitstag bereits beendet: Trainer Kosta Runjaic nahm den ÖFB-Star zur Pause vom Platz.

Runjaic nimmt Alaba in Schutz

Nach dem Schlusspfiff schlug Runjaic allerdings andere Töne an. Bei DAZN bezeichnete er die Partie als das schlechteste Spiel seiner Amtszeit und sprach von einer "Katastrophe". Alaba nahm der Trainer dabei ausdrücklich aus der Kritik: "Mit Ausnahme von Alaba hat niemand seine gewohnte Leistung gebracht – alle hätten mehr leisten können."

Der Coach zeigte sich vor allem von der fehlenden Reaktion seiner Mannschaft enttäuscht. Man könne zwar in Rückstand geraten, müsse aber die Energie aufbringen, um ein Spiel noch zu drehen. Ausreden wollte Runjaic auch die zahlreichen Verletzungen nicht gelten lassen: Die Mannschaft sei gegen Lecce nahezu vollständig gewesen.

Udinese steckt im Abstiegskampf

Die 0:3-Pleite war bereits die fünfte Niederlage in Folge. Mit nur vier Punkten aus sieben Spielen steckt Udinese tief im Tabellenkeller. In den vergangenen fünf Partien erzielten die Friauler lediglich fünf Tore, kassierten aber 13 Gegentreffer.