Vertrauensverlust

NÖ-Alarm: 40% der Firmen prüfen Abwanderung

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Gestützt auf eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) warnt die metalltechnische Industrie Niederösterreich vor einem sinkenden Vertrauen in den heimischen Wirtschaftsstandort.
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Der IWI-Vertrauensindex fiel in Österreich von -12,1 im Februar 2026 auf -14,6 im Juni 2026. Der EU-Schnitt ist mit -7,5 hingegen deutlich besser.

Veit Schmid-Schmidsfelden, Obmann der Metalltechnischen Industrie NÖ, ordnet dies ein: "De facto liegen die negativen Einschätzungen bei uns also fast doppelt so hoch als im EU-Schnitt. Das ist ein weiteres Alarmsignal." Dies deckt sich mit Warnungen der Wirtschaftskammer, wonach bereits über 40 Prozent der Betriebe eine Abwanderung ins Ausland prüfen.

Dringend wieder Vertrauen stärken

Auch bei ausländischen Direktinvestitionen hinkt Österreich mit 44 Prozent des BIP dem EU-Schnitt (81 Prozent) sowie Vorbildländern wie der Schweiz deutlich hinterher. Um gegenzusteuern, fordert die Branche Reformen. Schmid-Schmidsfelden betont: "Wir müssen dringend wieder das Vertrauen in den Standort stärken – und das gelingt am besten mit absoluter Verlässlichkeit bei den politischen Rahmenbedingungen und Entlastungen bei Abgaben und Steuern." Vor allem der Faktor Arbeit müsse entlastet werden: "An der Senkung der Lohnnebenkosten kann und darf es kein Rütteln geben." Er warnt abschließend: "Betriebe brauchen Planbarkeit und Verlässlichkeit. Wo diese Verlässlichkeit erschüttert wird, fehlen in Reaktion darauf rasch Investitionen und letztlich Betriebe, die sich ganz oder teilweise einen anderen Standort suchen."